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40 Jahre sind genug? Wer braucht heute noch Initiativen wie terre des hommes?

Podiumsdiskussion
Inhaltsverzeichnis
Demo Stockholm 1996 UN-Konferenz gegen die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern
Foto: Markus Rubbel

1967: Aufgewühlt von den Schreckensbildern des Vietnamkrieges beschloss der Schriftsetzer Lutz Beisel gemeinsam mit Mitstreitern aktiv zu werden.Sie gründeten das Kinderhilfswerk terre des hommes. »Irgendwie hatten wir mitten in den brodelnden 68ern einen zukunftsweisenden Zipfel des Zeitgeistes erwischt«, meint Lutz Beisel im Rückblick.»Wir wollten nicht nur theoretisieren, sondern handeln. Darauf hatten viele längst gewartet.« Die erste Aktion: Rettungsflüge für kriegsverletzte Kinder aus Vietnam.

Mit dem gesellschaftlichen Aufbruch Ende der 60er wurden in der Bundesrepublik die Konturen von Zivilgesellschaft deutlicher. Die Gründung von Nichtregierungsorganisationen,von denen sich viele bis heute als Bürgerinitiative verstehen, ist Ausdruck dieser Entwicklung. Soziale Bewegungen haben die Republik verändert, sie demokratisiert und zivilisiert - im Osten Deutschlands sie gar revolutioniert.

Wie sieht die Zukunft von Bürgerinitiativen aus?

  • Wer braucht noch terre des hommes, wenn Armutsbekämpfung in der Regierungsagenda steht und Millenniumsziele „Weltkonsens“ sind und wenn Bono, Geldof und Grönemeyer mehr öffentliche Aufmerksamkeit erzielen als so manche mühsame Kampagne von NGOs oder sich immer mehr private Stiftungen sozial und entwicklungspolitisch engagieren - häufig finanziell potenter als NGOs?
  • Haben ehrenamtliche Strukturen angesichts des Professionalisierungsdrucks eine Chance?
  • Ist die klassische Nord-Süd-Orientierung überholt, wenn die neuen Metropolen im Süden entstehen, China und Indien zu Großmächten aufrücken und zugleich Massenarmut in den Norden zurückzukehren droht?

Die Podiumsdiskussion findet in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung statt.

Programm

Begrüßung:
Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung

Impuls:
Lutz Beisel, Gründer von terre des hommes

Podium:
Sven Giegold, Wirtschaftswissenschaftler, attac
Adrienne Goehler, Berliner Kultursenatorin a. D., freie Publizistin und Kuratorin
Peter Mucke, Geschäftsführender Vorstand terre des hommes

Moderation:
Nicolaus Schmidt, terre des hommes-Vorsitzender von 1984-88, freischaffender Künstler

Organisatorisches

Anmeldung:
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Kontakt:
Volker Bajus
terre des hommes Deutschland e.V.
Hilfe für Kinder in Not
Telefon: 0541 - 7101 -187/ -233
eMail: eMail schreiben

Veranstalter und Veranstaltungsort:
Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
Hackesche Höfe
Rosenthaler Str. 40/41
10178 Berlin


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