1967: Aufgewühlt von den Schreckensbildern des Vietnamkrieges beschloss der Schriftsetzer Lutz Beisel gemeinsam mit Mitstreitern aktiv zu werden.Sie gründeten das Kinderhilfswerk terre des hommes. »Irgendwie hatten wir mitten in den brodelnden 68ern einen zukunftsweisenden Zipfel des Zeitgeistes erwischt«, meint Lutz Beisel im Rückblick.»Wir wollten nicht nur theoretisieren, sondern handeln. Darauf hatten viele längst gewartet.« Die erste Aktion: Rettungsflüge für kriegsverletzte Kinder aus Vietnam.
Mit dem gesellschaftlichen Aufbruch Ende der 60er wurden in der Bundesrepublik die Konturen von Zivilgesellschaft deutlicher. Die Gründung von Nichtregierungsorganisationen,von denen sich viele bis heute als Bürgerinitiative verstehen, ist Ausdruck dieser Entwicklung. Soziale Bewegungen haben die Republik verändert, sie demokratisiert und zivilisiert - im Osten Deutschlands sie gar revolutioniert.
Wie sieht die Zukunft von Bürgerinitiativen aus?
Die Podiumsdiskussion findet in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung statt.
Begrüßung:
Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung
Impuls:
Lutz Beisel, Gründer von terre des hommes
Podium:
Sven Giegold, Wirtschaftswissenschaftler, attac
Adrienne Goehler, Berliner Kultursenatorin a. D., freie Publizistin und Kuratorin
Peter Mucke, Geschäftsführender Vorstand terre des hommes
Moderation:
Nicolaus Schmidt, terre des hommes-Vorsitzender von 1984-88, freischaffender Künstler
Anmeldung:
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.
Kontakt:
Volker Bajus
terre des hommes Deutschland e.V.
Hilfe für Kinder in Not
Telefon: 0541 - 7101 -187/ -233
eMail:
Veranstalter und Veranstaltungsort:
Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
Hackesche Höfe
Rosenthaler Str. 40/41
10178 Berlin