»Hilfe für traumatisierte Kinder« war das übergeordnete Motto der Veranstaltung in der Ameos Klinik in Osnabrück. Danuta Sacher, Geschäftsführerin von terre des hommes, informierte über die bisherige Traumaarbeit des Vereins terre des hommes.
Silke Mehler, Psychotherapeutin und Vorstand bei Trauma Aid / Humanitarian Assistance Program Germany, beschrieb ausführlich die bisherige Traumaarbeit in der Tsunami-Region Aceh. Hier wurden bislang 1.500 Kinder behandelt, die typische Anzeichen von Traumata aufwiesen: »Sie sind unkonzentriert, magern ab und sind sehr traurig. Einige von ihnen konnten lange Zeit das Geräusch von Wasser und Wind nicht ertragen«, berichtet Silke Mehler. Um diesen Kindern zu helfen wurden zwölf indonesische Traumatherapeuten ausgebildet, die den Kindern durch verschiedene Methoden helfen, mit ihren Erinnerungen zu leben.
Ziel des Traumafonds ist es, mit den Erträgen des Stiftungsfonds Projekte für traumatisierte Kinder langfristig abzusichern. Der Fonds startet mit 260.000 Euro, die bislang gestiftet wurden.
Begleitend zu der Veranstaltung spielten 14 Jugendliche der multikulturellen Osnabrücker Theatergruppe »Amigos Bandidos« sehr eindrückliche Szenen, die sich zum Beispiel um Missbrauch und Selbstmord drehten.
Abschließend eröffnete Gisela Framhein vom terre des hommes-Projektpartner Refugio München eine Ausstellung mit Bildern von Flüchtlingskindern, die mit Hilfe von Kunsttherapie die schrecklichen Erlebnisse ihrer Flucht verarbeiten. Die Ausstellung wird noch in Lingen zum Weltkindertheaterfest, in London und Berlin zu sehen sein.