Wenn in den Medien von Burma die Rede ist, verheißen die Nachrichten meist nichts Gutes. Seit Niederschlagung der Demokratiebewegung im Jahr 1988 wird das Land von einem brutalen Militärregime beherrscht. Jede politische Opposition wird unterdrückt. Viele Burmesen sind vor dem Terror ins Ausland geflohen.
Im Frühjahr dieses Jahres rückte das Land wieder in die Schlagzeilen. Und wieder waren es schreckliche Nachrichten. Am 3. Mai brach der Zyklon »Nargis« über Burma herein. Besonders im Irrawaddy-Flussdelta richtete der Wirbelsturm große Schäden und Verwüstungen an. Nach bisherigen Schätzungen kamen mehr als 85.000 Menschen ums Leben, rund eine Million Menschen wurden obdachlos.
Bereits wenige Stunden nach der Katastrophe begannen viele internationale Hilfsorganisationen damit, Soforthilfemaßnahmen einzuleiten. Doch die Antwort der Militärs kam prompt: Den Helfern wurde die Einreise verweigert. Man habe die Lage »voll im Griff«, so die offizielle Begründung. Erst die diplomatischen Initiativen der UNO, zahlreicher Staats- und Regierungschefs sowie der Vereinigung Südostasiatischer Staaten (ASEAN) veranlasste die Machthaber in Burma zur zögerlichen Lockerung der Einreisebestimmungen. Zu diesem Zeitpunkt warteten die Überlebenden des Wirbelsturms bereits mehr als zwei Wochen auf Hilfe.
terre des hommes gehörte zu den wenigen Organisationen, die kurz nach Ausbruch der Katastrophe tätig werden konnten. Mit Hilfe unserer Partner in Burma, koordiniert durch das terre des hommes-Büro in Bangkok, konnten bis Ende Mai mehr als 24.000 Menschen in 52 Dörfern in der Region Yangon und im Irrawaddy-Delta mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten versorgt werden. Wie dramatisch die Situation auch noch Anfang Juni war, wurde in Berichten unserer Partner deutlich. Dort hieß es: »Heute haben wir wieder ein Dorf erreicht, das völlig zerstört wurde. Bisher ist noch kein Hilfskonvoi hierhergekommen«. Besonders schwangere Frauen, so ein anderer Bericht, seien einem erhöhten Infektions- und Gesundheitsrisiko ausgesetzt.
Auch zweieinhalb Monate nach Ausbruch der Katastrophe gelten noch immer mehr als 50.000 Menschen als vermisst; die meisten Dörfer liegen noch immer in Trümmern. terre des hommes wird sich in den kommenden Monaten am Wiederaufbau von Dörfern und Schulen beteiligten.
Über das Bündnis »Entwicklung hilft - Gemeinsam für Menschen in Not« sind bis heute mehr als 200.000 Euro an Spenden eingegangen. Hinzu kamen Spenden in Höhe von rund 92.000 Euro, die direkt an terre des hommes gegangen sind.
terre des hommes bittet weiterhin um Spenden für die Arbeit in Burma:
Spendenkonto 700 800 700
Volksbank Osnabrück eG
BLZ 265 900 25
Stichwort: Burma
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