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Hilfe für Haiti

Foto: Fanny Mraz, terre des hommes Kinderhilfe Lausanne

terre des hommes bittet weiterhin um Spenden für die Überlebenden des verheerenden Erdbebens in Haiti. Mehr als 500.000 Menschen haben ihr Zuhause verloren und leben in Camps. Sie stehen buchstäblich vor dem Nichts.

Die Aufräumarbeiten in Port-au-Prince sind in vollem Gange. Vielerorts hat sich die Situation auf den ersten Blick wieder normalisiert, auch auf den Märkten findet sich bereits wieder ein ausreichendes Angebot. Doch insgesamt ist die Situation in der haitianischen Hauptstadt nach wie vor chaotisch. Mehr als eine halbe Million Menschen haben ihr Zuhause verloren. Die meisten sind in Lagern untergekommen, wo sie auf die Unterstützung von Hilfsorganisationen angewiesen sind. Das Welternährungsprogramm hat seit der Katastrophe mehr als 3,4 Millionen Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Die Regierung hat erklärt, dass Krankenhäuser und Gesundheitszentren bis Mitte April Arzneimittel kostenlos erhalten.

Kinder in einer zerstörten Siedlung in Port-au-Prince
Foto: Chris Hartmann/ terre des hommes

terre des hommes wird in den nächsten Monaten zwei Programmkomponenten durchführen, für die langfristig ein Budget von insgesamt vier Millionen Euro veranschlagt ist. Ein großes Programm wird gemeinsam mit den terre des hommes-Schwesterorganisationen aus der Schweiz (Lausanne) und Italien durchgeführt. Es konzentriert sich auf die Gebiete um die Orte Leogane, Grand Goave und Petit Goave. Dort sind viele Menschen in provisorischen Lagern untergebracht, und bislang sind nur sehr wenige Hilfsgüterlieferungen bis hierhin durchgedrungen. terre des hommes richtet derzeit drei Camps ein. Dafür werden regenfeste Zelte an die Menschen verteilt, sanitäre Anlagen gebaut, sowie Kleidung, Kochgeschirr und andere Gegenständen des täglichen Bedarfs ausgegeben. Etwa 50.000 Menschen werden in diesen drei Camps Unterstützung erhalten, vor allem Kinder und Familien. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Kinderschutz: Kinder, die keine Eltern mehr haben, erhalten Betreuung und werden möglichst wieder mit ihren Angehörigen zusammengebracht.

Foto: Chris Hartmann/ terre des hommes

Das zweite große Programm zielt auf die Verbesserung der medizinischen und psychologischen Versorgung der Erdbebenopfer in Port-au-Prince ab. Ausführende Organisation ist die lokale Initiative Uramel, die mit medizinisch und psychologisch ausgebildetem Fachpersonal arbeitet und von zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt wird. Uramel unterhält drei Gesundheitsposten an den Camps, die von den Menschen aufgesucht werden. Täglich nehmen mehr als 200 Menschen das medizinische Angebot in Anspruch. Dabei versuchen die geschulten Uramel-Mitarbeiter zu erkennen, ob jemand stark traumatisiert ist, und führen bei Bedarf eine traumatherapeutische Behandlung durch. Bei Uramel sind 50 Ärzte, Psychologen, Krankenpfleger, Sozialarbeiter und Medizinstudenten derzeit ehrenamtlich tätig. Um das Angebot aufrecht erhalten und ausweiten zu können, wird derzeit eine professionelle Struktur geschaffen und ein Schwerpunkt auf die Ausbildung weiterer Mitarbeiter gelegt.

terre des hommes bittet um Spenden für die Opfer des Erdbebens:

Spendenkonto 700 800 700
Volksbank Osnabrück eG
BLZ 265 900 25
Stichwort: Erdbeben Haiti


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