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Kolumbien

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Kolumbianisches Militär lässt Jugendliche ermorden
Osnabrück/Bogotá 7.11.2008: Das kolumbianische Militär hat Jugendliche aus Armenvierteln der Hauptstadt Bogotá von paramilitärischen Gruppen entführen und ermorden lassen. Damit sollte die Erfolgsstatistik von angeblich im Kampf getöteter »Guerrilleros« aufgebessert werden. Dies sind keine Einzelfälle, sondern Teil einer Strategie des Militärs, kritisiert die Kinderhilfsorganisation terre des hommes. Schon seit geraumer Zeit hatten Projektpartner von terre des hommes diese Praxis Sicherheitskräfte angeprangert und öffentlich gemacht.
Oktober 2008: Zehntausende indianische Demonstranten
Zehntausende indianische Demonstranten protestieren derzeit in Kolumbien gegen die Politik des Präsidenten Uribe, um ihr Land, die Flüsse und Quellen als Lebensgrundlage zu bewahren. Auch terre des hommes-Projektpartner beteiligen sich aktiv. Einer von ihnen hat folgenden Bericht geschickt.
»Alle nennen mich Tripilla« - Erfahrungsbericht eines Vertriebenen
»Alle nennen mich den Tripilla, weil ich sehr mager war, als ich geboren wurde und man meine Gedärme sehen konnte. Heute bin ich 22 Jahre alt. Wenn ich an meine Kindheit denke, erinnere ich mich daran, dass wir viel Fußball gespielt haben, barfuss natürlich. Und ich lief über die Finca, um Bananenstauden zu ernten. Was mir nicht gefallen hat an meiner Kindheit: Meine Geschwister und meine Mutter haben mich viel geschlagen. Aber Kinder sollte man nicht schlagen, nicht wahr?
Die Gespenster warnen. Medellin/Kolumbien: Mädchen werden aktiv für Kinderrechte und gegen sexuelle Gewalt
Juana weint voller Schrecken in ihrem Bett. Hier spielte der schlimmste Albtraum des Mädchens: Ihr Stiefvater hatte sie missbraucht, während Mutter und Schwester schliefen. »Nimm dich in Acht vor Vergewaltigung«, flüstern ihr Gespenster noch immer ins Ohr. Tags beklagt sich das Mädchen bei der Mutter, die ihr nicht glaubt. Begleitet allein von den Traumstimmen weint sie in einer Ecke weiter. Bis sie es nicht mehr aushält und mit ihrer Freundin redet, die mit ihr zur Sozialstation geht.

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