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Bildung - Ein Überblick

Schulkinder in Burkina Faso
Bildung bedeutet die Chance auf ein Leben ohne Armut: Kinder in Burkina Faso
Foto: terre des hommes

Der amerikanische Schriftsteller Mark Twain hat einmal gesagt: »Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist.« Was aber bleibt dem, dem der Zugang zu Bildung verwehrt geblieben ist, weil er nicht genügend Dollars hatte?

Kinderrechtskonvention, Artikel 28

»(1) Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des Kindes auf Bildung an; um die Verwirklichung dieses Rechts auf der Grundlage der Chancengleichheit fortschreitend zu erreichen, werden sie insbesondere a) den Besuch der Grundschule für alle zur Pflicht und unentgeltlich machen«

Die UN-Kinderrechtskonvention wurde 1989 verabschiedet und ist von 192 Staaten ratifiziert worden.

Ein Teufelskreis, der in vielen armen Ländern Alltag ist: Familien, die mit weniger als zwei Dollar pro Tag und Kopf auskommen müssen, können sich keinen Schulbesuch für ihre Kinder leisten. Statt zur Schule zu gehen, müssen die Kinder arbeiten, um zum Lebensunterhalt beizutragen. Weltweit wachsen hundert Millionen Kinder ohne Schulbildung auf.

Mädchen sind besonders benachteiligt: Oft werden sie im Haushalt und bei der Betreuung der kleineren Geschwister gebraucht. Dabei sind die positiven Auswirkungen von Bildung für Mädchen mehrfach belegt: Mädchen mit Schulbildung heiraten meist später und bekommen weniger Kinder, die sie dann auch besser versorgen können. Der Gesundheits- und Ernährungszustand dieser Frauen ist generell besser, was sich auch auf die Gesundheit ihrer Kinder auswirkt.

Millenniumserklärung der Vereinten Nationen

»Wir treffen ferner den Beschluss, bis zum gleichen Jahr (2015) sicherzustellen, dass Kinder in der ganzen Welt, Jungen wie Mädchen, eine Primarschulbildung voll-ständig abschließen können und dass Mädchen wie Jungen gleichberechtigten Zugang zu allen Bildungsebenen haben.«

Bildung ist ein Schlüsselelement für die Zukunftsperspektive von Menschen: Wer lesen und schreiben gelernt hat, kann nicht nur Preise auf dem Markt lesen, Verträge verstehen und Briefe schreiben, sondern hat auch die Möglichkeit, Neues dazuzulernen.

Jedes Kind sollte daher ein Recht auf Bildung haben, ganz gleich, wo es lebt. In zahlreichen internationalen Übereinkommen wurde dieses Recht festgeschrieben. Die Umsetzung kommt jedoch sehr schleppend voran.

terre des hommes setzt sich dafür ein, dass es nicht bei Absichtserklärungen bleibt, sondern Kinder tatsächlich die Chance bekommen, zu lernen, was sie für ein eigenständiges und erfülltes Leben brauchen. Denn Bildung ist die Grundlage für Erfolg oder Misserfolg im Erwachsenenleben; sie legt das Fundament für die Zukunft von Menschen und Gesellschaften.


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