Kinder leiden besonders unter den Folgen kriegerischer Auseinandersetzungen. Sie sind in der Regel die ersten Opfer. terre des hommes fördert Projekte für Kinder im Krieg. Nachfolgend stellen wir Ihnen einige dieser Projekte vor.
Nach Unterzeichnung des Waffenstillstandes am 4. April 2002 tanzten die Menschen durch die Straßen der angolanischen Hauptstadt Luanda. »Frieden« haben nur wenige Erwachsene, Kinder erlebt, denn jahrzehntelang tobte in Angola ein brutaler Bürgerkrieg. Rund 4,5 Millionen Menschen sind im Laufe der Kämpfe aus ihren Heimatdörfern vertrieben worden - jeder dritte Angolaner. Für fast alle angolanischen Kinder ist »Schule« ein Fremdwort.
»Komm raus, dir passiert nichts!«, riefen die burmesischen Soldaten. Mon Tui konnte nichts machen, sie lag mit Wehen im Bett. Flehend blickte sie ihren Mann an, der stumm neben ihr saß. Dann drückte er fest ihre Hand, küsste sie und ging langsam aus dem Haus. Es war das letzte Mal, dass sie ihn gesehen hat.
Seit seinem zweiten Lebensjahr kannte Adam den Krieg. Vieles hat er mit ansehen müssen: Gewalt, Tod und Leid. Seit Soldaten den Nachbarsjungen an einem Baum erhängten, hat Adam Angst, dass ihm das Gleiche geschieht. Vier Jahre später sitzt er über einem Zeichenblock. Während er malt, flüstert er immer »Bumm, bumm!«.
Erfahrungen der Traumatherapie in Kolumbien und Südostasien
Gewalt gebiert Gewalt. Stella Duque vom Projekt Taller de Vida in Kolumbien und Ute Sodemann von Trauma AID/HAP in Südostasie, Projektpartner von terre des hommes-Deutschland, arbeiten an der Entwicklung von Methoden zur Traumabehandlung. Peter Strack fragte sie, worin der Schlüssel liegt, damit Täter wie Opfer den Teufelskreis der Gewalt durchbrechen.
Während des Vietnamkrieges war die Provinz Ben Tre hart umkämpft. Gleich mehrfach wurde das Entlaubungsmittel Agent Orange über dem Gebiet versprüht. Die Folgen sind noch heute sichtbar. Jährlich kommen Hunderte Neugeborene mit Missbildungen auf die Welt.