Der Faire Handel hat das Ziel, das Überleben von Kleinbauern zu sichern und Sozialstandards für Plantagenarbeiter durchzusetzen. Faire Preise über dem Weltmarktniveau ermöglichen es Bauern und Plantagenarbeitern, ihre Familien zu ernähren und Kinder zur Schule zu schicken. Fair-Trade-Aufschläge werden auch für Gemeinschaftsprojekte genutzt: So werden Schulen und Gesundheitsstationen gebaut und unterhalten, von denen ganze Regionen profitieren.
Einige Waren aus Fairem Handel sind - wegen des fairen Preises - teurer als Waren vergleichbarer Qualität.
Fairer Handel bedeutet
Für jedes Produkt existieren verbindliche Kriterien:
TransFair, der Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der »Dritten Welt« e.V., wurde 1992 gegründet. In Deutschland gibt es Produkte mit dem TransFair-Siegel in 27.000 Supermärkten, im Naturkosthandel und in allen Weltläden. Darüber hinaus bieten über 800 Kantinen, Cafés, Mensen und Hotels fair gehandelte Waren an.
Mehr als 60 Prozent der Produkte tragen neben dem TransFair-Siegel auch ein Biolabel. TransFair ist Teil der internationalen Fairtrade-Familie: Das Siegel gibt es in Europa, den USA und Japan.
TransFair Deutschland wird von 39 Hilfswerken, Gewerkschaften und Umweltverbänden getragen, darunter auch terre des hommes.
In welchen Supermärkten, Lebensmittelgeschäften und Weltläden Transfair-Produkte verkauft werden, entnehmen Sie bitte der Transfair-Händlerliste
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Die gepa »Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt mbH« handelt zu fairen Preisen und schließt langfristige Verträge mit 170 Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika.
gepa-Produkte gibt es in allen Weltläden. Einige Produkte tragen darüber hinaus das TransFair-Siegel und sind auch in Supermärkten zu finden.
Gesellschafter der gepa sind der Evangelische Entwicklungsdienst, das Bischöfliche Hilfswerk Misereor, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend und das Päpstliche Missionswerk für Kinder.
In welchen Supermärkten, Lebensmittelgeschäften und Weltläden Transfair-Produkte verkauft werden, entnehmen Sie bitte der Transfair-Händlerliste
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In vielen Städten bieten Weltläden Lebensmittel, Kunstgewerbe und Wohnaccessoires aus Fairem Handel an. Ziel der Arbeit ist es, zu mehr Gerechtigkeit im Handel mit den Ländern des Südens beizutragen. Weltläden beteiligen sich an politischen Kampagnen und leisten Informations- und Bildungsarbeit. 470 Weltläden haben sich im Weltladen-Dachverband zusammengeschlossen.
Auf der Homepage finden Sie Adressen von Weltläden in Ihrer Nähe:
Weltladen-Dachverband e.V.
Sozialsiegel kennzeichnen Produkte, deren Herstellung kontrolliert wird mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen deutlich zu verbessern und grundlegende Arbeitsrechte durchzusetzen. In Deutschland gibt es zurzeit das Rugmark-Siegel für Teppiche ohne illegale Kinderarbeit und das Blumensiegel für Blumen aus menschen- und umweltfreundlicher Herstellung. Goodweave-Teppiche und gesiegelte Blumen sind nicht teurer als Produkte vergleichbarer Qualität.
Goodweave ist eine globale, nicht-kommerzielle Initiative zur Zertifizierung von Teppichen ohne ausbeuterische Kinderarbeit. Das neue Zertifikat ersetzt das Vorgängersiegel mit dem Namen Rugmark. Aufbauend auf den Kriterien von Rugmark wurde das neue Siegel um Sozial- und Umweltstandards erweitert. Alle lizenzierten Betriebe werden regelmäßig durch unabhängige Inspektoren überprüft.
Bereits im Jahre 1995 wurden die ersten Teppiche mit dem Rugmark-Siegel aus Indien auf dem deutschen Markt gebracht. Das neue Goodweave-Label ist in der Bundesrepublik bei TransFair, der Siegelinitiative des Faírtrade, angesiedelt und wird von den Hilfswerken Brot für die Welt, terre des hommes, UNICEF, Misereor sowie dem Teppichhandel unterstützt.
In Ländern wie Indien und Nepal arbeiten viele Kinder unter 14 Jahren in der Teppichproduktion. Sie schuften oft unter unmenschlichen Bedingungen. Die Produktion der Teppiche findet in engen, stickigen und dunklen Räumen statt. Die Kinder müssen in ständig hockender Stellung an den Webstühlen arbeiten. Arbeitsschutznormen und geregelte Arbeitszeiten gibt es nicht. Sie sind einem extrem hohen Gesundheitsrisiko ausgesetzt.
Mit dem Siegel soll die Situation arbeitender Kinder in der Teppichproduktion nachhaltig verbessert werden. GoodWeave ermöglicht ehemaligen Kinderarbeitern eine Schul- und Berufsausbildung. Mit dem Kauf eines Teppichs, der das Goodweave-Siegel trägt, helfen Konsumenten, die Situation von arbeitenden Kindern nachhaltig zu verändern.
Die Vergabekriterien von Goodweave unterliegen einem strengen Lizenzierungs- und Kontrollverfahren. Exporteure, die das Siegel erhalten wollen, müssen ihre Betriebe zunächst zertifizieren lassen. Außerdem verpflichten sie sich, unabhängigen Inspekteuren jederzeit Zutritt zu den Produktionsstätten zu gewähren, um so die regelmäßig und unangemeldet stattfindenden Kontrollen zu ermöglichen. Für das Zertifizierungsverfahren müssen die betreffenden Exporteure eine Gebühr bezahlen. Jedes Goodweave–Siegel trägt eine Nummer, mit der sich die Herkunft eines jeden Teppichs zurückverfolgen lässt. Die Importeure der gesiegelten Teppiche müssen ebenfalls einen Lizenzvertrag mit einer GoodWeave-Initiative in einem Importland (Deutschland, Großbritannien, USA oder Kanada) abgeschlossen haben.
Goodweave
Für gerechte Arbeitsbedingungen auf Blumenfarmen in Afrika und Lateinamerika steht das Blumensiegel. Mehr als 60 Blumenfarmen in Ecuador, Kolumbien, Kenia, Tansania, Simbabwe und Südafrika erfüllen bereits die Bedingungen:
Etwa 1.000 Floristen in Deutschland bieten Blumen mit dem Siegel (siehe Händlerliste auf der Flower-Label-Homepage
).
Das Blumensiegel wird getragen von terre des hommes, Brot für die Welt, der internationalen Menschenrechtsorganisation FIAN und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt.
Fairfleurs ist das Gütesiegel von TransFair (siehe oben). Auch die von FairTrade-zertifizierten Blumen werden nach klar definierten sozialen und ökologischen Standards gezüchtet. Inspekteure der Fairtrade Labelling Organizations International
(FLO) überprüfen die Produzenten. Erfüllen sie die Kriterien, dürfen sie das FairTrade-Siegel tragen. Fairfleurs von FairTrade ist kein Konkurrenzprodukt zum Flower-Label-Programm. Bei der Entwicklung der ökologischen und sozialen Richtlinien arbeiten beide Organisationen zusammen. Das Flower-Label-Programm richtet sich vor allem an Blumenhändler. Fairfleurs hingegen richtet sich vor allem an Supermarktketten. Auf der TransFair-Homepage können Verbraucher erfahren, wo Fairfleurs-gesiegelte Blumen in ihrer Nähe zu kaufen sind
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