Die Ausbeutung von Kindern ist in fast allen Staaten der Welt verboten. Die ILO-Konvention 182
gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit ist die am schnellsten ratifizierte Konvention der ILO. Bisher haben mehr als 160 Staaten unterzeichnet. Ob Regierungen allerdings den politischen Willen aufbringen, die Kinderrechte tatsächlich umzusetzen, und ob sie dazu in der Lage sind, ist eine andere Frage.
Regierungen müssten vor allem in Bildungssysteme investieren und dafür sorgen, dass tatsächlich alle Kinder zumindest gute Grundbildung erhalten. Über 100 Millionen Kinder können nach Angaben der UNESCO noch nicht einmal eine Grundschule besuchen.
Die Politik kann auch entscheidend dazu beitragen, dass die Ausbeutung von Kinder sowie alle Formen der Schuldknechtschaft und Sklaverei verboten wird. Das bedeutet:
Auch die Kommunen können einen wichtigen Beitrag leisten. In vielen Städten und Gemeinden wurden auf Initiative von Bürgern bereits Beschlüsse gefasst, für die kommunale Beschaffung keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit anzuschaffen. Die Stadt München hat 2002 den Anfang gemacht und beschlossen, dass die Stadt keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit anschaffen wird. Das betrifft zum Beispiel Kaffee und Säfte, aber auch Sportbälle, Natursteine, Blumen und Berufsbekleidung. Bislang haben mehr als 100 Städte und Gemeinden solche Beschlüsse gefasst. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Informationsseite zum Vergaberecht.