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Projekte für arbeitende Kinder

Inhaltsverzeichnis

Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen beispielhaft Projekte zum Thema Kinderarbeit vor, die von terre des hommes unterstützt werden. Arbeitende Kinder brauchen eine Zukunft. Deshalb ist es wichtig, dass sie die Chance haben, eine Schule zu besuchen oder eine Ausbildung zu machen. Bitte unterstützen Sie unsere Projekte durch Ihre Spende.

Projektbespiele

Burkina Faso: Bessere Arbeitsbedingungen für Hausangestellte
»Bonne« ist eigentlich ein nettes Wort. Als französisches Adjektiv steckt darin eine positive Wertung, etwas ist gut oder schön. Doch als »bonne« werden in Burkina Faso auch Hausmädchen bezeichnet - eben eine, die für alles gut ist. Damit wird aus einem kleinen Wort ein Schicksal.
Guatemala: Arbeitende Kinder organisieren sich
Maya-Ruinen und Urwälder - vielen wird, wenn sie an Guatemala denken, zunächst der Reichtum des Landes an Kultur und Natur in den Sinn kommen. Doch nur ein kleiner Teil der Bevölkerung profitiert von diesen Schätzen; die meisten Guatemalteken leiden unter einer drückenden Armut. Wie in vielen Ländern der Region ist der materielle Wohlstand äußerst ungleich verteilt. Insbesondere die Landbevölkerung lebt oft am Rande des Existenzminimums. Viele Familien verlassen deswegen ihre Heimatdörfer und versuchen, sich in der Hauptstadt Guatemala Stadt eine neue Existenz aufzubauen.
Staubige Kindheit – Kinderkrippe am Rande der Steinbrüche
Viele Natursteine aus Indien werden auch nach Deutschland exportiert. Was viele Verbraucher nicht wissen: Es gibt auch Steine aus Kinderhand. In vielen illegalen Steinbrüchen schuften Kinder unter erbärmlichen Bedingungen. terre des hommes unterstützt dort Projekte, um diesen Kindern eine Alternative zu bieten.
Indien: 40 Millionen Mädchen müssen schuften
Die indische Kampagne gegen Kinderarbeit ruft das Jahr gegen die Ausbeutung von Mädchen aus

»Ich arbeite in einer Ziegelei und schleppe Steine. Für 200 Steine bekomme ich sechs Rupien. Und mir tut die ganze Zeit der Nacken weh.« Ein Ziegelstein wiegt fünf Pfund ? 200 Steine also 500Kilo. Sechs Rupien sind umgerechnet acht Cent. Das sind die Zahlen, die Swaroopas Leben bestimmen. Das Mädchen ist zwölf Jahre alt.
Indien: Kinder schleifen Edelsteine für den Weltmarkt
Um die indische Stadt Karur herum ist die Erde fruchtbar. Reisfelder leuchten grün, Frauen in bunten Saris sind bei der Arbeit. Sie sind »Coolies«. Das indische Wort steht für harte Arbeit und Ausbeutung. Seit Generationen schuften ganze Familien für die Großgrundbesitzer, denen hier alles gehört. Umgerechnet etwa 35 Cent gibt es für acht Stunden Feldarbeit in glühender Hitze. Das reicht knapp fürs Essen. Die Kinder müssen mitarbeiten. Einige helfen ihren Eltern auf den Feldern.
Indien: Mit Geld und guten Worten
In Tirupur wächst die Hoffnung auf ein Ende der Kinderarbeit

Ein kleines Haus am Wegesrand, es ist gerade dunkel geworden, durch die Tür fällt Licht nach draußen. Maschinenlärm dröhnt. Innen hängen überall Elektrokabel von der niedrigen Decke, es ist heiß und staubig, keine Fenster. Links an einem Tisch stehen zwei Mädchen und falten Unterhosen, rechts sitzen Kinder und einige sehr junge Frauen an Industrienähmaschinen. Alle lächeln uns freundlich an, der Chef eilt herbei.
Kolumbien: Creciendo Unidos – Werkstattschule für arbeitende Kinder
Technische Kenntnisse und Persönlichkeitsentwicklung

»Creciendo Unidos« steht in bunten Lettern an einem sonst schlichten früheren Wohnhaus im Bogotáner Viertel San Cristobal. Auf Deutsch heißt das: »Wir werden gemeinsam groß«. »Wir«, das sind 500 arbeitende Kinder und Jugendliche sowie Erzieher, Psychologen und Handwerker, die zum Team von Creciendo Unidos gehören.
Mali: Abendschule für Dienstmädchen
Eine Abendschule in Westafrika

Die jungen Hausmädchen im westafrikanischen Mali schuften von frühmorgens bis in die Nacht: Sie holen Wasser, kochen Essen, waschen Wäsche und verkaufen auf den Märkten Obst oder Kuchen für ihre Arbeitgeber. In der Hauptstadt Bamako können Dienstmädchen in der Abendschule der Initiative »Mali Enjeu« lesen, schreiben und rechnen lernen, damit sie später eine Ausbildung machen können.
Peru: Langfristige Hilfe zeigt Wirkung
Die Bewegung der arbeitenden Kinder (MANTHOC)

Als terre des hommes 1987 Jahren erstmals die »Bewegung der arbeitenden Kinder« (MANTHOC) in Lima unterstützte, ahnte niemand, was mehr als 20 Jahre später daraus werden würde. MANTHOC, das waren damals einige Dutzend selbst organisierte Gruppen von arbeitenden Kindern und Jugendlichen in den Armenvierteln der größeren peruanischen Städte. Kinder, die begriffen hatten, dass man sich zusammenschließen muss, um etwas zu erreichen.
Westafrika: Schutz vor Sklavenarbeit
Zehntausende Jungen und Mädchen werden in Westafrika verkauft und unter unmenschlichen Bedingungen zur Arbeit gezwungen: Auf Plantagen der Elfenbeinküste schuften Jungen, die Kakao, Kaffee, Baumwolle und Bananen auch für den Export anbauen. Mädchen aus Benin und Togo arbeiten als Hausmädchen oder Kleinhändlerinnen in den Ölstaaten Nigeria und Gabun.

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