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Projekte für Straßenkinder

Inhaltsverzeichnis
Foto: terre des hommes

terre des hommes unterstützt in Afrika, Asien, Lateinamerika und Deutschland derzeit rund 20 Projekte für Kinder und Jugendliche, die auf der Straße leben und die Gewalt, Drogen und Hoffnungslosigkeit entfliehen wollen. Mit den »Schmuddelkindern« wird geredet, gesungen, gespielt. Gewalterfahrungen in der Familie und auf der Straße werden aufgearbeitet. In offenen Anlaufstellen, Heimen oder Wohngruppen gewöhnen sich Kinder und Jugendliche an geregelte Tagesabläufe oder Hygiene. In Gruppen wird das Selbstbewusstsein gestärkt. Manuelle oder künstlerische Fertigkeiten werden geübt - auch um damit Geld verdienen zu können. Freiheitsliebe, Humor oder der Sinn für Solidarität der Kinder und Jugendlichen helfen dabei, dass sie ein neues Leben beginnen können.

Projektbeispiele

Bolivien: »Mein Kind soll nicht auf der Straße landen«
»Auf der Straße zu leben heißt, Hunger zu haben und beraubt zu werden«, so beschreiben Straßenkinder ihr Leben in der bolivianischen Großstadt Cochabamba. »Es gibt Kämpfe untereinander; wir verletzen uns auch. Manchmal findest du Arbeit, aber ans Stehlen musst du dich gewöhnen, um was zu essen, Marihuana, Kleister oder Kokain zu kaufen. Die Polizei greift dich nachts auf und verprügelt dich.« Gründe genug, um sich von Streetworker Edgar überzeugen zu lassen in ein staatliches Wohnheim für Straßenkinder zu ziehen.
Deutschland: Kooperation mit dem Gesamt- und Konzernbetriebsrat der Volkswagen-AG
In einer engen Kooperation unterstützen terre des hommes Deutschland und der Gesamt- und Konzernbetriebsrat der Volkswagen-AG Projekte in unmittelbarer Nähe der Unternehmensstandorte des Konzerns in Mexiko, Brasilien und Südafrika, aber auch in verschiedenen Städten Deutschlands.
Indien: Schutzzentrum für Straßenkinder in Bangalore
In Bangalore wachsen die Träume in den Himmel. Die Millionenmetropole im Bundesstaat Karnataka ist das boomende Zentrum der indischen Hightech-Industrie. Es gibt viele attraktive Jobs. Selbst mit dem Abfall des neuen Wohlstands lässt sich noch Geld verdienen. Viele Arme aus den Slums von Bangalore durchwühlen täglich den Müll nach Verwertbarem, um es an Händler zu verkaufen. Vom Dauerstau in den Straßen der Stadt profitieren auch einige Straßenkinder, die Erfrischungen oder Zeitungen an die ungeduldigen Autofahrer verkaufen.
Indien: VOICE
Eine Million Kinder sollen auf Mumbais Straßen leben und arbeiten. Dabei haben es die Kinder der Zuwanderer oft besonders schwer, sich zurechtzufinden: Kommen sie aus einem anderen Bundesstaat, verstehen sie das in Mumbai gesprochene Marathi oder Hindi zumeist nicht. Die terre des hommes-Partnerorganisation »VOICE« kümmert sich um diese Kinder.
Kambodscha: Krousar Thmey (Neue Familie)
Seit 1997 unterstützt terre des hommes in Phnom Penh das Projekt Krousar Thmey (»Neue Familie«), das die Kinder auf den Straßen regelmäßig aufsucht. Bei den Neuankömmlingen sind die Chancen noch gut, die Kinder in das Projektzentrum zu holen und später in die Familien reintegrieren zu können.
Simbabwe: »Thuthuka Street Children Project«
Bulawayo im Südwesten Simbabwes ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Auch hier hat die chaotische Enteignungs- und Landverteilungspolitik der Regierung von Präsident Mugabe Spuren hinterlassen – fast die Hälfte der Bevölkerung hungert. Kinder betteln auf der Straße, um der grassierenden Hungersnot zu entgehen. Kinder wie »Captain Mguni«. Mit elf Jahren kam er erstmals in die Stadt, lebte auf und von der Straße. Bis sich das »Thuthuka Street Children Project« seiner annahm.

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