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Social Watch Report 2002

Die Armen und der Markt

Die meisten Länder der Erde sind noch weit von den sozialen Zielen entfernt, zu denen sich die Regierungen im Jahr 1995 auf dem Weltsozialgipfel verpflichtet haben. Und weltweit hat sich die Kluft zwischen arm und reich verschärft. International sind die notwendigen Maßnahmen wohl bekannt: Die Lösung des Schuldenproblems, Zugang zu den Weltmärkten für Produkte aus Entwicklungsländern, Kontrolle der weltumspannenden Ströme spekulativen Kapitals und nicht zuletzt mehr sowie qualitativ bessere Entwicklungshilfe, die tatsächlich bei den Armen ankommt. Das Forum Weltsozialgipfel fordert daher eine deutliche Erhöhung der deutschen Entwicklungshilfe um jährlich 380 Millionen Euro.

Auch im Blick auf die bundesdeutsche Situation müssten die Anstrengungen zur Armutsbekämpfung intensiviert werden. Die derzeitigen Politikentscheidungen werden nicht dazu beitragen, die Einkommensschere zwischen »Arm« und »Reich« zu schließen. Im Blick auf die bisher bekannt gewordenen Vorschläge der Hartz-Kommission unterstreicht Social Watch die Notwendigkeit, mehr Arbeitsplätze zu schaffen. Die Streichung von Leistungen bei schwächeren Gruppen ist kein Sparen, sondern phantasielos und sozialpolitisch problematisch. Alle politischen Maßnahmen müssen darauf gerichtet sein, dass das Verarmungsrisiko von Arbeitslosen nicht weiter erhöht wird.

Inhaltsverzeichnis Social Watch Report 2002

Impressum
Klaus Heidel - Vorwort zur deutschen Ausgabe
Roberto Bissio - Vorwort zur internationalen Ausgabe
Teil I

Saskia Richter - Kopenhagen + 7: Im verflixten siebten Jahr? Sozialpolitische Entwicklungen in Deutschland 2001 und 2002
Jürgen Reichel - Das Aktionsprogramm 2015 der Bundesregierung: Absichtserklärung, aber noch kein Programm
Klaus Heidel - Deutschland: Immer weniger Geld für die Ärmsten - Direktinvestitionen und Handel können öffentliche Entwicklungszusammenarbeit nicht ersetzen
Sonja Weinreich - Menschenrechte und internationale Zusammenarbeit am Beispiel des Zugangs zu antiretroviralen Medikamenten für die Aids-Behandlung
Soziale Entwicklung in den Zeiten der Globalisierung - Trends aus den Länderberichten in der internationalen Ausgabe des Social Watch Berichts
Jens Martens - Ergebnisse und Perspektiven globaler Entwicklungszusammenarbeit nach der Monterrey-Konferenz
Walter Eberlei - Der PRSP-Ansatz zur Bekämpfung von Armut
Peter Lanzet - Nachhaltige Entschuldung - dringend nötig und gerecht
Rob Mills und Lollo Darin Ericson - Identifikation mit Armutsbekämpfungsstrategien - Das »Ownership«-Problem
Marina Fe B. Durano - Der Monterrey-Konsens: Konsolidierung der Globalisierung zu Lasten der Frauen

Teil II

Die zehn grundlegenden Verpflichtungen der Unterzeichnerstaaten aus der Erklärung des Kopenhagener Weltsozialgipfels vom 6. bis 12. März 1995
Aus dem Aktionsprogramm des Weltsozialgipfels von Kopenhagen
Soziale Entwicklungen in den Zeiten der Globalisierung: Kein einheitlicher Trend, aber durchaus Fortschritte
Tabelle 1: Fortschritte oder Rückschritte bei der Erfüllung der Verpflichtungen von Kopenhagen
Tabelle 2: Grundbildung
Tabelle 3a: Gesundheit von Kindern (Sterblichkeit)
Tabelle 3b: Gesundheit von Kindern (Impfschutz)
Tabelle 4: Ernährungssicherung
Tabelle 5: Reproduktive Gesundheit
Tabelle 6: Gesundheit und Lebenserwartung
Tabelle 7: Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen
Tabelle 8: Gleichstellung der Geschlechter und Entwicklung der öffentlichen Ausgaben
Tabelle 9: Unterschriften und Ratifizierungen internationaler Vereinbarungen, die in der Milleniumserklärung erwähnt werden
Tabelle 10: Ratifizierungen wichtiger internationaler Übereinkommen
Tabelle 11: Ratifizierungen der wichtigsten Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation

Das Deutsche NRO-Forum Weltsozialgipfel
Impressum der internationalen Ausgabe
Social Watch Uruguay

Downloads

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