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Grenzgebiet zu Thailand / Burma / Myanmar



In den Lagern unterstützt terre des hommes Kindergärten und vorschulische Erziehung
Foto: terre des hommes

Seit Jahrzehnten gibt es bewaffnete Auseinandersetzungen in Myanmar, dem früheren Burma. Einerseits unterdrückt das burmesische Militärregime jeden Versuch, die Demokratie wiederherzustellen, die seit 1988 blutig unterdrückt wird. Hinzu kommen zahlreiche ethnische Gruppen in verschiedenen Teilen des Landes, denen der burmesische Zentralstaat feindlich gegenüber tritt. Rund 30 bewaffnete Gruppen sind an dem Konflikt beteiligt, viele von ihnen gehören zu ethnischen Minderheiten wie den Shan, Karen, Kachin, Mon oder Wa, die mehr Autonomie fordern. Daneben geht es um die Kontrolle des Drogenhandels - Burma ist zusammen mit Afghanistan der weltweit größte Exporteur von Rohopium.

Menschenrechtsorganisationen erheben schwere Vorwürfe gegen die Militärregierung und die Armee. Es ist von Vertreibung, Folter, Vergewaltigungen, Zwangsarbeit und Gräueltaten gegen ethnische Minderheiten, vor allem in den Gebieten der Karen und der Shan, die Rede. Außerdem soll die Armee zwangsweise Kinder ab elf Jahren rekrutieren und in ihren Reihen über 60.000 Kindersoldaten haben. Weitere 6.000 Minderjährige dienen in den Rebellengruppen. Damit gibt es in Burma weltweit die meisten Kindersoldaten.

Zehntausende Menschen sind auf Grund dieser Situation in das Grenzgebiet zwischen Burma und Thailand geflüchtet.

Dort sind sie jedoch nicht sicher, denn Thailand legt aus politischen wie wirtschaftlichen Gründen großen Wert auf gute Beziehungen zu Burma und hat die Genfer Flüchtlingskonvention nicht anerkannt. Die Burmesen werden daher in Thailand nur widerwillig geduldet und sind so völlig auf ausländische Hilfslieferungen und finanzielle Unterstützung angewiesen. Ihre rechtliche und wirtschaftliche Lage ist prekär, immer wieder werden burmesische Flüchtlinge abgeschoben und den Behörden ihres Landes übergeben. Dies gilt z.B. auch für desertierte Kindersoldaten.

Die Hoffnung vieler Burmesen ist die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, deren Nationale Liga für Demokratie bei den freien Parlamentswahlen 1990 82 Prozent der Stimmen gewinnen konnte. Die Wahl wurde von der Militärjunta nicht anerkannt, Aung San Suu Kyi lange Zeit unter Arrest gestellt. Im Mai 2002 wurde sie freigelassen, das Regime wollte damit die Lockerung der Sanktionen der USA und der EU erreichen. Der erwartete konstruktive Dialog zwischen Militärs und Opposition kam aber bis heute nicht zustande.

Aufgrund der Lage innerhalb des Landes unterstützt terre des hommes in erster Linie burmesische Flüchtlinge in den Lagern im thailändisch/burmesischen Grenzgebiet. Hier einige Projektbeispiele:

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