Binnenvertriebene
Heimatlos im eigenen Land
Vertriebene im Sudan
Foto: terre des hommes
Schätzungsweise 25 Millionen Menschen weltweit sind als so genannte Binnenvertriebene im eigenen Land auf der Flucht vor Krieg und Gewalt. Binnenvertriebene werden gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention nicht als Flüchtlinge anerkannt. Sie bekommen oft weder eine Grundversorgung noch sind sie sicher vor erneuter Verfolgung. Kinder sind besonderen Gefahren ausgesetzt: Unterernährung, Krankheit oder auch Zwangsrekrutierung durch die Kriegsparteien.
In vielen Fällen ist die Regierung für die Vertreibungen verantwortlich. Deswegen ist es die Aufgabe der internationalen Gemeinschaft, sich gegen diese Menschenrechtsverletzungen zu engagieren. Vertreibung ist ein Verbrechen, die Verantwortlichen – ob Regierungen oder Einzelpersonen – müssen bestraft, geraubtes Land muss zurückgegeben werden. Das Ziel ist, Vertreibungen nach Möglichkeit zu verhindern. Wo das nicht möglich ist, bedarf es Hilfs- und Rückkehrprogramme für Vertriebene und politische Initiativen, gewaltsame Vertreibung als Kriegsverbrechen zu bestrafen.
Hintergrundinformationen
Warum werden Menschen aus ihrer Heimat vertrieben? Was ist ein Flüchtling, was ein Binnenvertriebener? Ein Überblick über die komplexe Thematik.
Wie viele Menschen weltweit sind auf der Flucht im eigenen Land? Welche Länder sind am stärksten betroffen?
Es ist Aufgabe der Weltgemeinschaft, sich dort zu engagieren, wo Menschen aus ihrer Heimat vertrieben werden, fordert terre des hommes
Medizinische Versorgung, Notunterkünfte, Rechtsbeistand... terre des hommes setzt sich mit zahlreichen Projekten für Menschen ein, die aus ihrer Heimat fliehen mussten.
Um Binnenvertriebenen wirkungsvoll helfen zu können, ist terre des hommes mehr denn je auf regelmäßige Spenden angewiesen.
Mehr Informationen zum Thema Vertreibung gesucht? terre des hommes bietet zahlreiche aktuelle Materialien und hat eine Liste mit Web-Adressen zusammengestellt. Bei weiteren Fragen helfen auch die Ansprechpartner in der terre des hommes-Geschäftsstelle gerne weiter.
Reportagen, Interviews, Portraits
Der Menschenrechtsanwalt Alirio Uribe Munoz sprach in einem Interview mit der Zeitung »Neues Deutschland« über die Menschenrechtslage in Kolumbien und das Problem der Vertreibung.