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Übersicht Ausgabe 1/2004
Mit folgenden Themenschwerpunkten:
Kampf um Koka
Drogenkrieg in Bolivien
Südafrika im Wandel
Zehn Jahre nach Ende der Apartheid
Hoffnung in Gujarat
Die Spätfolgen des Erdbebens
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Kampf um Koka. In der bolivianischen Region Chapare werden Opfer zu Tätern gemacht
In einem einfachem Häuschen am Rand der Siedlung Shinahota verliert ein Baby die Geduld. Zu lang schon hat die Mutter ihre Geschichte erzählt. Also wird der Kleine gestillt, und Juana Quispe spricht weiter. Quispe ist Ende zwanzig, indianischer Abstammung und angeklagt, einen Sprengstoffanschlag auf eine Kirche versucht zu haben. Sie hat nichts dergleichen getan, und sie hat auch gar nichts gegen Kirchen. Aber darum geht es nicht. Juana Quispe ist eine Kokalera, eine organisierte Kokabäuerin. Darum wird sie wie eine Kriminelle behandelt. »Die Koka ist ein Symbol«, sagt sie, »ein Symbol für die Rechte und die Kultur der indianischen Bevölkerung«. [ Artikel lesen ]
Zwischen den Fronten. Unterricht für Flüchtlingskinder aus Burma
Früher war Mo Lei eine Kindersoldatin im burmesischen Bürgerkrieg. Jetzt ist sie Lehrerin an der Tempelschule in Piang Luang, einem kleinen Städtchen in Nordthailand, direkt an der Grenze zu Burma. Die 36-jährige gehört zum Volk der Shan, die von der burmesischen Militärregierung unterdrückt werden. An der Tempelschule lernen die Schüler, darunter viele Flüchtlinge aus Burma, die Sprachen Shan und Thai. Im Interview erzählen Mo Lei und der Abt des Tempels von Piang Luang vom Leben im Bürgerkrieg, ihren Überzeugungen und Hoffnungen. [ Artikel lesen ]
Südafrika im Wandel. Zehn Jahre nach dem Ende der Apartheid
Im April 2004 jährt sich das Ende der Apartheid in Südafrika zum zehnten Mal. Noch immer ist das Land im Umbruch. »Mit zehn Jahren ist Südafrika noch wie ein Baby, wenn es darum geht, die Denkweise der Menschen zu ändern«, meint Grace Mashaba. Doch für sie überwiegen die Fortschritte: »Wir sind frei von Angst, wir haben die Freiheit zu sprechen, wir können in ein Krankenhaus gehen und sogar auf eine Bank...« Allzu schnell vergisst man, dass all das in der Zeit der Apartheid nicht möglich war. [ Artikel lesen ]
Ricardos Rückkehr. Volkswagen-Belegschaft hilft Straßenkindern in Mexiko
Vielleicht trieb ihn der Hunger. Vielleicht war es auch die bunte Verlockung in den Supermarktregalen, der Ricardo nicht widerstehen konnte; für die er zum Dieb wurde. Als er das zweite Mal mit geklauten Lebensmitteln erwischt wurde, nahm das Verhängnis seinen Lauf. Der damals Zwölfjährige kam in eine Jugenderziehungsanstalt. Dort wurde Ricardo von den Wärtern sexuell missbraucht, immer wieder. Als er nach fast einem Jahr wieder freikam, traute er sich nicht mehr nach Hause – aus Scham. Er blieb auf der Straße. [ Artikel lesen ]
»Da platzt dir der Schädel!«. Jugendgewalt und Drogenkriminalität in Guatemala
»Es ist ein trostloses Leben,« meint Rolando. »Hier in den Armenvierteln haben viele Leute nichts anderes im Kopf als Drogen, von morgens bis abends. Die Kinder schnüffeln Kleister, um den Hunger nicht zu spüren, die Jugendlichen rauchen Crack, um ihre Probleme zu vergessen.« In dieser Situation finden viele Jugendliche in der Hauptstadt Guatemala Anerkennung in einer Jugendbande. Luis hat sich mit 14 Jahren einer Straßengang angeschlossen. »Als unser Anführer ermordet wurde, haben sich mehrere Banden zusammengetan, um ihn zu rächen. An diesem Tag habe ich dutzende Jungen sterben sehen.« [ Artikel lesen ]
Lernen zählt. Die UN-Dekade zur Alphabetisierung soll Bildung für alle bringen
Der amerikanische Schriftsteller Mark Twain hat einmal gesagt: »Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist«. Was aber bleibt dem, dem der Zugang zu Bildung verwehrt geblieben ist, weil er nicht genügend Dollars hatte? Weltweit wachsen 113 Millionen Kinder ohne Schulbildung auf. Im letzten Jahr haben die Vereinten Nationen eine Dekade zur Alphabetisierung gestartet: Bis 2012 soll die Zahl der Analphabeten halbiert werden. [ Artikel lesen ]
Hoffnung in Gujarat. Langfristige Hilfe nach dem Erdbeben von 2001
»Als das Beben losging«, erzählt Neela, »saß ich in der Schule. Plötzlich fingen die Wände an zu wackeln, und alle stürzten auf die Straße«. Es war der 27. Januar 2001, als der indische Bundesstaat Gujarat von einem Erdbeben der Stärke 7,9 heimgesucht wurde. Zehntausende Menschen starben, Hunderttausende wurden obdachlos. Unmittelbar nach der Katastrophe begann das Kinderhilfswerk terre des hommes, sich um die Opfern zu kümmern –mit langfristiger Hilfe zum Wiederaufbau. [ Artikel lesen ]
Frischer Fisch und starke Frauen. Einkommen und gesunde Ernährung in Gambia
Heute ist kein guter Tag: »Die Fischer hatten einen schlechten Fang«, erklärt uns Binta N’Gaye, »das treibt den Fischpreis in die Höhe«. 120 Dalasi soll der Korb kosten – fast doppelt so viel wie an guten Tagen. Es herrscht ein wildes Durcheinander hier auf dem Fischmarkt im Hafen von Tanji an Gambias Küste. Binta drängt zu Eile. Die Trägerinnen haben je zwanzig Körbe auf die beiden Pick-ups verladen, Binta gibt das Zeichen zum Aufbruch. [ Artikel lesen ]
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