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Engagiert für Kinder in NotInterview mit Barbara Schöneberger
Viele kennen Barbara Schöneberger als bissige Moderatorin der TV- Sendung »Blondes Gift«. Doch sie hat auch andere Seiten: Seit 2004 setzt sich die 30-Jährige für terre des hommes ein. Insbesondere der Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt liegt ihr am Herzen. Als Prominente werden Sie sicherlich häufig angefragt, sich für eine bestimmte Sache einzusetzen. Warum haben Sie sich entschieden, terre des hommes zu unterstützen? Ich werde wirklich für viele Hilfsprojekte angefragt. Letztendlich überzeugt hat mich, dass es bei terre des hommes um Kinder und deren Rechte geht. Zudem gefällt mir der Ansatz von terre des hommes, nämlich Projekte zu fördern und gleichzeitig mit Kampagnen auf die Ursachen von Not und Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen. Ich glaube, dass ich gemeinsam mit terre des hommes einiges bewegen kann. Sie setzen sich besonders für die Arbeit von terre des hommes zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung ein. Warum gerade dieses Thema? Natürlich werden Kinder auf vielfältige Weise ausgebeutet. Doch die sexuelle Ausbeutung finde ich besonders widerwärtig. Seriöse Geschäftsleute und biedere Familienväter missbrauchen Kinder in Bordellen oder produzieren Kinderpornos. Die schlimmen körperlichen und seelischen Schäden der Kinder sind ihnen völlig egal. Ich finde, dass man so etwas nicht achselzuckend hinnehmen kann, sondern etwas da- gegen tun muss. Vor kurzem haben Sie sich terre des hommes-Projekte in Indien angesehen. Was war Ihre Motivation für die Reise? Entsprach die Arbeit, die terre des hommes dort leistet, Ihrer Vorstellung von Hilfsprojekten? Ich wollte unbedingt wissen, wofür ich mich genau engagiere. Ich hatte vorher überhaupt keine Vorstellung, wie das Geld in die einzelnen Projekte fließt. Bei meiner Reise habe ich dann gesehen, dass die Partnerorganisationen vor Ort sehr verantwortungsvoll mit Spendengeldern umgehen. Die Projekte selbst sind vielfältig und decken alles ab: Manche bieten Unterschlupf für Straßenkinder, andere Essen und medizinische Versorgung, wieder andere kümmern sich um die schulische Ausbildung. Kleine Puzzleteile, die in ihrer Gesamtheit sehr viel Sinn ergeben. Gab es etwas, das Sie am meisten beeindruckt hat? Die indischen Frauen! Sie sind so viel schlechter gestellt als Männer und versuchen trotz all der Widrigkeiten, mit viel Liebe und Ausdauer ihr Leben zu meistern. Beeindruckt hat mich auch, wie die Menschen in den Projekten auf uns zugegangen sind. Alle Kinder haben »Hello« geschrien und sind mir entgegen gerannt. Es gab keinerlei Berührungsängste. Ich habe mich in jedes dieser Kinder verliebt und kann mich auch jetzt noch an jedes einzelne Kindergesicht erinnern. Aber es gab auch traurige Momente, beispielsweise das Gespräch mit einem 15-jährigen Mädchen, das sich prostituieren muss. Sie fragte mich, mit wie vielen Menschen ich zusammen wohne. Als ich sagte, ich wohne alleine, war sie ganz verstört, und es tat ihr richtig Leid. Aber dann meinte sie, sie würde eigentlich gerne mit mir tauschen. Das hat mich sehr betrübt. Wie sieht die weitere Zusammenarbeit mit terre des hommes aus? Gibt es konkrete Pläne? Ich helfe terre des hommes, wo ich kann, und versuche, bei allen Aktionen dabei zu sein. Es macht Spaß und ist sinnvoll. Das habe ich bei meiner anderen Arbeit nicht: Die macht nur Spaß. Welche Botschaft würden Sie den Menschen hier in Deutschland gerne mit auf den Weg geben? Jeder von uns kann etwas gegen die Ungerechtigkeit auf der Welt beitragen. terre des hommes lebt von Spenden und dem Engagement vieler Ehrenamtlicher. Das sind doch schon mal zwei ganz wichtige Bereiche. Als jemand, der in der Öffentlichkeit steht, habe ich eine weitere Möglichkeit: Ich kann meine Überzeugung mit der Bekanntheit meines Namens verbinden und Menschen motivieren, mit mir gemeinsam etwas für diese Kinder zu tun. Denn uns allen geht es doch schließlich darum, nicht nur über die Probleme zu reden, sondern etwas zu bewegen und Kindern konkret zu helfen. Interview: Athanasios Melissis terre des hommes fördert Programme zum Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt. Sie können diese Arbeit unterstützen: Spendenkonto terre des hommes Der Abdruck des Artikels ist kostenlos; wir bitten Sie aber, uns über Ihre Veröffentlichung zu informieren und Belegexemplare zu schicken: Bitte wenden Sie sich an Cornelia Dernbach, terre des hommes-Pressereferat, Tel. (05 41) 7101-126, eMail: [
Weitere Informationen / LinksIhre Ansprechpartnerin bei terre des hommes: Claudia Berker, Telefon (05 41) 71 01-111, eMail: Links
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Aufklärung: Im Unterricht im Projekt Jan Ugahi erfahren die Kinder und Jugendlichen, wie pädophile Touristen vorgehen
Beeindruckt: TV-Moderatorin Barbara Schöneberger zeigte sich angetan von der Arbeit bei Jan Ugahi [
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