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»Zeich(n)en gegen Kinderhandel«
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Verbraucher gegen KinderarbeitEinkaufstipps von terre des hommes
In vielen Waren kann Kinderarbeit stecken: Kinder schuften auf Plantagen und ernten Orangen, Kaffee, Tee oder Baumwolle. Kinder arbeiten in Textilfabriken, schleifen Edelsteine, knüpfen Teppiche. So kommen auch Verbraucher hier mit Kinderarbeit in Berührung. Wer das nicht möchte, hat bei einigen Produkten die Wahl: Verlässliche Siegel kennzeichnen solche Waren, deren Herstellung von unabhängigen Organisationen, Gewerkschaften und Hilfswerken überprüft wird. Das Kinderhilfswerk terre des hommes bittet Verbraucher, Produkte mit solchen Siegeln zu kaufen: »Rugmark« ist ein Warenzeichen für Teppiche ohne illegale Kinderarbeit aus Indien, Nepal und Pakistan. Teppichhersteller verpflichten sich, keine Kinder unter 14 Jahren zu beschäftigen und Erwachsenen wenigstens die gesetzlichen Mindestlöhne zu zahlen. Die Betriebe und die vielen Knüpfstühle werden ohne Vorankündigung von Rugmark-Inspektoren überprüft. Bis jetzt erhielten über zweieinhalb Millionen Teppiche das Siegel, mit den Lizenzgebühren wird die Schul- und Berufsausbildung der Teppichkinder finanziert. Das TransFair-Siegel kennzeichnet Kaffee, Tee, Kakao, Orangensaft, Honig und Schokolade, die aus fairem Handel stammen. Die Bauern bekommen für ihre Ernte Preise, die weit über den Weltmarktpreisen liegen und garantiert werden. So können Bauerngenossenschaften mit einem fairen Einkommen rechnen und es sich leisten, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Die Genossenschaften sind verpflichtet, einen Teil der Überschüsse in eine bessere Infrastruktur zu investieren: Gesundheitsstationen und Schulen kommen vor allem den Kindern zu Gute. Für gerechte Arbeitsbedingungen steht das Siegel für Blumen aus menschen- und umweltschonender Produktion. Wer das Blumensiegel führen will, muss Existenz sichernde Löhne, Gewerkschaftsfreiheit und Kollektivverhandlungen, Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit, verantwortlichen Umgang mit natürlichen Ressourcen und das Verbot hoch giftiger Pestizide garantieren. Bereits 1.000 Blumenläden in Deutschland führen Blumen mit dem Siegel. Berufsschule für KinderarbeiterInzwischen haben aber auch einige große Handelshäuser die Initiative ergriffen. In den letzten Jahren haben Unternehmen wie C&A, Hennes & Mauritz, Karstadt/Quelle, Deichmann oder adidas Selbstverpflichtungen formuliert und in die Praxis umgesetzt. Sie verpflichten sich und ihre Zulieferer in der ganzen Welt, wenigstens die grundlegenden Arbeitsrechte einzuhalten. Dazu gehören das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, Vereinigungsfreiheit und Arbeitsschutz. Die Unternehmen lassen kontrollieren, ob Zulieferer die Verpflichtungen einhalten: Zunächst standen in den meisten Unternehmen Kontrollen durch eigene Mitarbeiter oder eigens beauftragte Kontrollfirmen, inzwischen versuchen mehrere Häuser, gemeinsame und unabhängige Kontrollen durchzuführen. Die Verhaltenskodices haben erste Erfolge gebracht: So ist in den großen Exportbetrieben der Textilindustrie die Ausbeutung von Kindern heute die Ausnahme. Allerdings hat das den Kinderarbeitern nicht immer geholfen: Denn wer einfach nur entlassen wird, ist nicht automatisch wieder in der Schule. Viele Kinder schuften in kleinen Betrieben für heimische Märkte oder sind sogar auf der Straße gelandet. Deshalb fordert terre des hommes Unternehmen auf, sich an Alternativen für Kinderarbeiter zu beteiligen: In der indischen Stadt Tirupur, wo 20.000 Kinder unter 14 Jahren in der Textilindustrie schuften, konnte zum Beispiel eine Berufsschule für Kinderarbeiter aufgebaut werden. Hier absolvieren 160 Mädchen und Jungen jedes Jahr eine Berufsausbildung und finden so einen Ausweg aus dem Teufelskreis von Kinderarbeit und Armut. Das Berufsschulzentrum wird von C&A Mode Deutschland finanziert. Das Unternehmen Hennes & Mauritz finanziert 50 Abendschulen für Kinder, die noch arbeiten. Ziel der Abendschulen ist es, die Kinderarbeiter in das öffentliche Schulsystem zu integrieren. Auf diese Weise konnten schon in 32 Dörfern rund um Tirupur alle Kinderarbeiter zurück in die Schule gebracht werden. Wo Sie Rugmark-Teppiche, Waren mit dem TransFair Siegel oder das Blumensiegel bekommen, darüber informiert die terre des hommes Broschüre »Kinderarbeit - Was Verbraucher und Unternehmen tun können«. Sie ist kostenlos zu beziehen bei terre des hommes, Postfach 4126, 49031 Osnabrück - oder per eMail unter terre des hommes setzt sich auf vielfältige Weise gegen ausbeuterische Kinderarbeit ein und fördert Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika, um Kinderarbeitern eine Ausbildung und Chancen für die Zukunft zu bieten. Sie können diese Arbeit mit Ihrer Spende unterstützen: Spendenkonto terre des hommes Barbara Küppers Der Abdruck des Artikels ist kostenlos; wir bitten Sie aber, uns über Ihre Veröffentlichung zu informieren und Belegexemplare zu schicken: Bitte wenden Sie sich an Cornelia Dernbach, terre des hommes-Pressereferat, Tel. (05 41) 7101-126, eMail: [
Weitere Informationen / LinksLinksIhr Ansprechpartnerin bei terre des hommes: Barbara Küppers, Telefon (05 41) 71 01-175, eMail[
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Bewusst einkaufen: An vielen Orten gibt es Geschäfte mit speziellen Angeboten des fairen Handels
Auch große Handelsketten wie H & M haben sich verpflichtet, keine Kinderarbeit zuzulassen
Textilindustrie: Kinderarbeit in einer Baumwoll Spinnerei in Indien [
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