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Übersicht Ausgabe 2/2004
Mit folgenden Themenschwerpunkten:
Recht auf Kinderarbeit?
Kommentar und Interview
Verfluchter Virus
AIDS in Afrika
Mädchenmarkt
Kinder als Ware
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Silvias Chance. Mexiko: Betreuung für geistig Behinderte in Puebla
Die Werkstatt ist klein, aber behaglich. Die Mädchen sitzen um einen großen Tisch, stecken bunte Glasperlen auf Schnüre und binden Armbänder. Obwohl sie dabei scherzen und singen, arbeiten sie konzentriert. »Diesen Schmuck«, sagt Silvia stolz, »verkaufen wir einmal in der Woche auf dem Markt. Mit dem Geld kaufen wir Lebensmittel.« Die 14-Jährige Silvia ist – wie die anderen Mädchen auch – geistig behindert. [ Artikel lesen ]
Verfluchter Virus. Interview: AIDS im südlichen Afrika
Weltweit gibt es nach Angaben der Vereinten Nationen etwa 40 Millionen Menschen, die AIDS-krank oder mit dem HI-Virus infiziert sind. Die Ansteckungsraten steigen dramatisch: 14.000 Personen infizieren sich täglich neu, ein Ende der dramatischen Entwicklung ist nicht abzusehen. »AIDS gedeiht dort am besten, wo Menschen entwurzelt sind«, erklärt Ralf Syring, Leiter des Koordinationsbüros von terre des hommes für das südliche Afrika in Maputo. [ Artikel lesen ]
Gemeinsam stark. Indien: Selbsthilfe gegen die Armut
Den Traum vom Tellerwäscher zum Millionär konnte sich der zwölfjährige Subash Choure bei einem Tageslohn von 15 Rupien (28 Cents) nicht verwirklichen. Statt dessen musste er 13 Stunden am Tag abwaschen - in einem Hotel, dessen Besitzer ihn schlecht behandelte. Als Angehörige der Dalits, der »Unberührbaren«, konnten es sich Subashs Eltern bis vor kurzem nicht leisten, den Sohn zur Schule zu schicken. [ Artikel lesen ]
Nähstube oder Baugerüst. Ein Frauenkollektiv in Nicaragua geht neue Wege
In Nicaragua werden viele junge berufstätige Frauen in Tätigkeiten gedrängt, die als typische Frauenberufe gelten. Oft ist die lokale Textilbranche der Hauptarbeitgeber – auch für Maria aus der Kleinstadt Condega, die mehrere Jahre als Näherin arbeitete. »Den ganzen Tag saß ich in einem dunklen Zimmer ohne Kontakt zu anderen Menschen. Ich war richtig unglücklich.« Erst als das »Kollektiv der Bauarbeiterinnen« sie dazu ermutigte, begann sie eine Umschulung zur Schreinerin – in der nicaraguanischen Gesellschaft ein ungewöhnlicher Schritt. [ Artikel lesen ]
Ein Recht auf Kinderarbeit?. Kommentar von Peter Strack, Leiter des terre des hommes-Büros in Cochabamba/Bolivien
Mehr als 200 Millionen Kinder weltweit müssen schuften. Statt zur Schule zu gehen, ruinieren viele von ihnen ihre Gesundheit in Steinbrüchen oder Bergwerken, in Textilfabriken oder auf Obstplantagen. Da mutet es seltsam an, wenn Delegierte eines Welttreffens arbeitender Kinder das »Recht auf Kinderarbeit« einfordern. Peter Strack, Leiter des terre des hommes-Büros in Cochabamba/Bolivien, geht im Kommentar und im Interview auf diesen scheinbaren Widerspruch ein. [ Artikel lesen ]
Ein Recht auf Kinderarbeit?. Interview mit Peter Strack, Leiter des terre des hommes-Büros in Cochabamba/Bolivien
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Je hübscher, desto teurer. Nepalesische Mädchen für den asiatischen Markt
Ihr Preis richtet sich nach Alter und Schönheit. Es gibt Mädchen, die für 5.000 Rupien, etwa 70 Dollar, verkauft wurden. Andere, hübschere, werden für 70.000 Rupien, also etwa 1.000 Dollar, gehandelt. Die »Ware«, um die es geht, sind nepalesische Mädchen, hauptsächlich bestimmt für die indische Sexindustrie. Rita, ein zierlicher Teenager mit offenem Gesichtsausdruck, kennt den Preis nicht, für den sie verkauft wurde. Und über alles das, was hinter ihr liegt, will sie kein Wort sprechen, sich um keinen Preis erinnern. [ Artikel lesen ]
Auf Sendung gegen Kinderhandel. Frauenradio in Burkina Faso
Erst einmal muss Strom her. Nur mit eigens dafür mitgebrachten Generatoren können die Mitarbeiter von Radio MUNYU in Kribina Lena, einem kleinen Dorf im Südwesten Burkina Fasos, auf Sendung gehen. Ganz wichtig: Das kleine Aufnahmegerät, um den Ortstermin aufzuzeichnen und daraus später eine Sendung zu produzieren. Das Thema des Abends: Kinderhandel. Moderator Ibrahim Toé nimmt das Mikrofon und wendet sich an seine Zuhörerschaft, die sich im Kreis um ihn versammelt hat. [ Artikel lesen ]
»Man muss Geduld haben«. Bharti Ali: Einsatz für Kinderrechte in Indien
»Die letzten Jahre waren sehr anstrengend, es kam wirklich eines zum anderen«, schmunzelt Bharti Ali. »Gerade als wir mit der Kampagne gegen Kinderhandel begannen, bekam ich mein Kind.« Den Gedanken, für eine Nichtregierungsorganisation zu arbeiten, hatte Bharti Ali als Studentin nie: »Ursprünglich wollte ich in die Wirtschaft«, meint die diplomierte Ökonomin und Soziologin. »Außerdem hatte ich Vorurteile gegenüber Hilfsorganisationen: Ich dachte, die fühlen sich bestimmt alle als Götter, nur weil sie den Armen helfen.« [ Artikel lesen ]
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