Dauerhafte Hilfe für Flüchtlingskinder


Zum Weltkindertag am 20. September

17.09.2015 - Zum Weltkindertag weist das internationale Kinderhilfswerk terre des hommes darauf hin, dass weltweit die Hälfte aller rund 60 Millionen Flüchtlinge Kinder und Jugendliche sind, denen die UN-Kinderrechtskonvention Rechte garantiert. »Auch in Deutschland und Europa gilt: Flüchtlingskinder sind an allererster Stelle Kinder, für die unterschiedslos die Kinderrechte gelten«, sagte Danuta Sacher, Vorstandsvorsitzende von terre des hommes. »Wir appellieren an die Bundesregierung und die Bundesländer, Flüchtlingskindern den gleichen Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung zu ermöglichen, den deutsche Kinder haben.« Für die Lebensperspektiven der Kinder und Jugendlichen sei besonders eine frühzeitige Integration in Kindergärten und Schulen entscheidend. »Das befördere auch eine gelingende Integration der Familien in ihrem neuen Lebensumfeld. »Wir stehen vor einer Langzeitaufgabe, weil die Flüchtlinge zumeist über einen längeren Zeitraum bei uns bleiben werden. Zusätzliche Mittel für Deutschunterricht und höhere Investitionen in den Bildungsbereich insgesamt sind entscheidend, damit die Kinder einen guten Start in ihr neues Leben finden können und damit gute Schulbildung für alle Kinder in Deutschland gesichert ist.« 

Besonders die etwa 12.000 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge brauchen Bildung und Ausbildung, damit sie bald auf eigenen Füßen stehen können: »Hier kommt eine große Aufgabe, aber auch eine Chance auf die Gesellschaft zu. Viele dieser Jugendlichen sind hoch motiviert.«

terre des hommes unterstützt weltweit und in Deutschland Projekte zum Schutz von Flüchtlingen und betreut allein in den Krisengebieten des Nahen und Mittleren Ostens derzeit rund 100.000 Flüchtlingskinder. In Deutschland fördert terre des hommes insbesondere Hilfen zur professionellen Behandlung traumatisierter Flüchtlingskinder. »Es besteht noch erheblicher Bedarf an Hilfe für die große Zahl von Kindern, die nach den schrecklichen Erlebnisse in ihrer Heimat oder auf der Flucht dringend psychosoziale Unterstützung brauchen«, so Danuta Sacher.