Endlich Schutz für südasiatische Textilarbeiterinnen


Nach dem Einsturz des Rana Plaza Building in Savar/Bangladesch

Osnabrück, 25.04.2013 – Angesichts des schrecklichen Unglücks in Savar/Bangladesch, dem hunderte von Menschen zum Opfer gefallen sind, fordert das internationale Kinderhilfswerk terre des hommes sofortige Konsequenzen seitens der Regierung Bangladeschs, der Europäischen Union und global tätiger Handelsunternehmen. »Wieder hat die Arbeit für internationale Modehäusermarken zahlreiche Menschen das Leben gekostet. Wir dürfen nicht länger hinnehmen, dass immer wieder Arbeiterinnen in den Zulieferstaaten der Textilunternehmen Opfer von Arbeitsbedingungen werden, auf denen auch unser Konsum beruht«, erklärte Barbara Küppers, Kinderrechtsexpertin von terre des hommes. »Wir fordern deshalb die EU auf, weiterhin und konsequent die Regierung von Bangladesch auf die Einhaltung grundlegender Menschen- und Arbeitsrechte zu drängen. Alle internationalen Handelsunternehmen müssen grundlegende Sicherheitsstandards bei ihren Zulieferern einfordern und prüfen und – im Dialog mit örtlichen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften – sich verbindlich für die Umsetzung grundlegender Standards einsetzen. Es liegt in der Verantwortung der jeweiligen Regierungen, die jeweiligen Bauvorschriften tatsächlich und wirksam zu prüfen und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten«, so Küppers.

terre des hommes fördert in Südasien zahlreiche Programme zum Schutz von Textilarbeiterinnen und gegen die Ausbeutung von Kindern. Außerdem setzt sich terre des hommes dafür ein, dass Staaten die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation und Handelsunternehmen die Sozial- und Umweltstandards einhalten, existenzsichernde Löhne zahlen und keine Kinder als Arbeitskräfte ausbeuten. An Verbraucher appelliert terre des hommes, Produkte aus Fairem Handel oder mit einem seriösen Sozialsiegel zu kaufen.