Etat für Entwicklungshilfe 2013: Kürzungen müssen verhindert werden


20. Bericht zur Wirklichkeit der deutschen Entwicklungspolitik

Bonn / Osnabrück, 21.11.2012 - Die Hilfswerke terre des hommes und Welthungerhilfe fordern von den Abgeordneten des Bundestages, in der heutigen Debatte zum Bundeshaushalt 2013 die geplanten Kürzungen im Entwicklungshilfeetat in Höhe von 124 Millionen Euro zurückzunehmen und stattdessen eine Aufstockung des Entwicklungshilfeetats zu beschließen. Die dramatischen Folgen des Klimawandels sowie die Verknappung von Ressourcen stellen die Entwicklungspolitik vor neue Herausforderungen, für die eine angemessene finanzielle Ausstattung erforderlich ist.

»Vor dem Hintergrund dieser Kürzungsabsicht besorgt uns umso mehr, dass gleichzeitig verstärkt Formen der Mischfinanzierung eingesetzt werden, die den Entwicklungsetat zwar optisch vergrößern, jedoch in der Regel die ärmsten Länder und Bevölkerungsgruppen nicht erreichen«, sagte Danuta Sacher, Vorstandsvorsitzende von terre des hommes.

»In den letzten Jahren konnten wir immerhin einen geringen Anstieg des Etats für Entwicklungshilfe beobachten. Mit dem jetzt vorliegenden Haushaltsentwurf droht eine Trendwende. Dies wäre ein völlig falsches Signal angesichts der drängenden globalen Entwicklungen, die vielmehr eine politische und finanzielle Aufwertung der internationalen Zusammenarbeit verlangen«, appellierte Wolfgang Jamann, Generalsekretär der Welthungerhilfe an die Abgeordneten vor der heutigen Debatte.

 

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