Klimawandel bedroht Kinderrecht auf gesundes Leben


terre des hommes und Germanwatch fordern entschiedenen Klimaschutz

Osnabrück/Bonn, 21.3.2011 – Seit einem Jahr ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser als Menschenrecht durch die Vereinten Nationen anerkannt. Das internationale Kinderhilfswerk terre des hommes und die umwelt- und entwicklungspolitische Organisation Germanwatch weisen darauf hin, dass immer mehr Kindern in Entwicklungsländern dieses Recht verwehrt zu bleiben droht.

Weltweit verändert der Klimawandel die Wasserverfügbarkeit und nehmen extreme Wetterereignisse zu. »Die Klimawandel-Opfer sind jung: Jedes zweite Opfer von wetterbedingten Naturkatastrophen ist ein Kind unter 15 Jahren«, berichtet die Geschäftsführerin des Kinderhilfswerks terre des hommes, Danuta Sacher. Auch im normalen Alltag drohen vor allem Kindern wasserabhängige Krankheiten. So zählen durch verunreinigtes Wasser verursachte Durchfallerkrankungen schon heute zur größten Lebensgefahr für mangelernährte Kinder. »Für die peruanische Hauptstadt Lima beispielsweise belegen Studien den engen Zusammenhang von Erderwärmung und Gesundheitsrisiken: Dort steigt mit jedem Zehntelgrad Celsius Temperatursteigerung die Zahl der Durchfallserkrankungen um acht Prozent. Deshalb gehören Kinderrechte und Klimaschutz ganz eng zusammen«, unterstreicht Sacher.

Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch ergänzt: »Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, wirksame Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen zu ergreifen und in wenigen Jahrzehnten hin zu 100 Prozent erneuerbare Energien zu steuern. Zugleich geht es darum, die besonders betroffenen Menschen beim Kampf um den Zugang zu sauberem Wasser zu unterstützten. Der Schutz von Kindern sollte deshalb ein wichtiger Schwerpunkt der internationalen Anpassungspolitik an den Klimawandel sein.«