Klimawandel verschärft globale Ungerechtigkeit beim Zugang zu Wasser


Zum Weltwassertag am 22. März:

Osnabrück, 21. März 2014 – Der Klimawandel vertieft die globale Spaltung zwischen Arm und Reich und wird sich besonders beim Zugang zu sauberem Wasser auswirken. Dies erklärte der Kieler Klimaforscher und Meteorologe Professor Mojib Latif am 21. März in Osnabrück zum Auftakt einer internationalen Jugendkonferenz für das Recht auf Wasser. »Der Klimawandel verschärft die Armut und begünstigt die ohnehin Privilegierten«, so Latif. »Bevölkerungsgruppen, die bereits jetzt unter Dürren und Wassermangel leiden, werden es in Zukunft noch mehr tun, und wo bereits heute die Gefahr von Fluten und Überschwemmungen herrscht, wird sich die Lage in Zukunft verschärfen«.

Neben der Verfügbarkeit von Wasser ist die Qualität von Trinkwasser ein entscheidender Faktor für Gesundheit und Leben von Kindern. »Der Zugang zu sauberem Wasser entscheidet über Leben und Tod, jährlich sterben rund 1,4 Millionen Kinder an den Folgen mangelhafter Wasserversorgung«, sagte Danuta Sacher, Vorstandsvorsitzende des internationalen Kinderhilfswerks terre des hommes. »Die Lebenschancen heutiger Kinder und zukünftiger Generationen hängen davon ab, dass wir die Vergiftung von Gewässern, die Erderwärmung und Umweltzerstörung stoppen. Wir dürfen nicht länger ökologische Schulden aufhäufen, für die Kinder und nächste Generationen haften werden müssen«.  

Um insbesondere jungen Menschen die Bedeutung von Umweltschutz und  sauberem Wasser näher zu bringen, veranstaltet terre des hommes zusammen mit dem Osnabrücker Wassergipfel e.V. und der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz anlässlich des Weltwassertages eine internationale Jugendkonferenz für das Recht auf Wasser. Rund 150 deutsche Jugendliche sowie Jugendliche aus terre des hommes-Projekten in Südafrika, Indien, Indonesien, Thailand, Peru und Nicaragua nehmen daran teil. Sie präsentieren deutschen Schülern ihr Engagement für den Schutz der Flüsse als Lebensadern ihrer Länder, für ökologisch angepasste landwirtschaftliche Methoden und gegen die Vergiftung ihrer Umwelt. Die Konferenz endet am Sonntag mit einer Podiumsdiskussion von Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.