Ökologische Kinderrechte sind Menschenrechte!


Drei Millionen Kinder sterben jedes Jahr an umweltbedingten Krankheiten

Osnabrück, 9. Dezember.2011 – Das Recht aller Kinder auf ein gesundes Leben in einer intakten Umwelt und auf positive Zukunftsperspektiven muss völkerrechtlich kodifiziert werden. Dies fordert das internationale Kinderhilfswerk terre des hommes anlässlich des Tages der Menschenrechte am 10. Dezember.

»Eine intakte Umwelt ist Grundvoraussetzung für die Ausübung einer Reihe von Menschen- und Kinderrechten. Das spiegelt sich auch in der von 193 Staaten ratifizierten Kinderrechtskonvention wieder, die den Bezug zur Umwelt beispielsweise beim Recht auf Gesundheit und Bildung herstellt. Es ist an der Zeit, dass diese zahlreichen indirekten Bezüge in die internationale Anerkennung eines eigenständigen Kinderrechts auf eine gesunde Umwelt für heutige und zukünftige Generationen überführt werden. Denn jährlich sterben rund drei Millionen Kinder unter fünf Jahren an umweltbezogenen Krankheiten, ausgelöst durch verunreinigtes Trinkwasser oder Luftverschmutzung«, erklärte Danuta Sacher, Geschäftsführerin von terre des hommes.

Darauf machten während den Klimaverhandlungen im südafrikanischen Durban afrikanische Partnerorganisationen und Jugendliche des internationalen Jugendnetzwerkes von terre des hommes mit verschiedenen Aktionen während der Klimakonferenz aufmerksam. »Wir Jugendlichen müssen in die Verhandlungen zum Klimaschutz einbezogen werden, damit nicht nur die Verursacher der Umweltzerstörung am Tisch sitzen und unter sich diskutieren. Außerdem sollten wir in der Schule viel mehr zum Klimawandel lernen. Dieses Thema muss fester Bestandteil des Lehrplans werden«, sagte Nawaal Domingo, südafrikanische Aktivistin aus dem terre des hommes-Jugendnetzwerk.

terre des hommes setzt sich mit der Kampagne Kinder haften für ihre Eltern ein für das Recht eines jeden Kindes dieser Welt, in einer intakten Umwelt aufzuwachsen, ein gesundes Leben zu führen und positive Zukunftsperspektiven zu entwickeln.