Rechte zukünftiger Generationen berücksichtigen!


Zum Start der Klimaverhandlungen (COP 17) in Durban / Südafrika fordert terre des hommes verbindliche Klimaschutzrichtlinien

Osnabrück, 25.November 2011 – Auf der UN-Klimakonferenz in Durban müssen dringend verbindliche Klimaschutzrichtlinien vereinbart werden. Sollte der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen nicht massiv reduziert werden, würden Kindern und zukünftigen Generationen ihre Lebenschancen geraubt. Dies erklärte das internationale Kinderhilfswerk terre des hommes zum Start der Klimakonferenz in Durban am 28. November. »Kinder sind besonders betroffen von den Auswirkungen des Klimawandels. Wetterextreme wie Hitzewellen, Starkregen und damit einhergehenden Dürren und Überschwemmungen verstärken Armut und Hunger. Das trifft besonders arme Kinder, die ohnehin in prekären Verhältnissen leben und damit doppelt bestraft werden«, erklärte Albert Recknagel, Leiter des Referats Kinderrechte. terre des hommes erwartet als Ergebnis der Konferenz eine deutliche Weichenstellung in Richtung einer CO2-armen und damit global umweltverträglicheren Wirtschaftsweise. 

Mit der Kampagne für Ökologische Kinderrechte setzt sich terre des hommes deshalb dafür ein, die Zukunftsperspektiven nachfolgender Generationen stärker zu berücksichtigen. Für die Klimakonferenz in Durban müsse es deshalb ein klares Ziel geben, so Recknagel. »Wir fordern das Recht auf eine intakte Umwelt, denn nur so lässt sich Chancengleichheit für zukünftige Generationen verwirklichen. Dazu schlagen wir die Einrichtung einer Ombudsstelle vor, die unabhängig von Politik und Wirtschaft die Interessen von Kindern und Jugendlichen wahrnimmt.« 

Darüber hinaus ist die direkte Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an sie betreffende Entscheidungen nötig, wie sie von der UN-Kinderrechtskonvention verlangt wird. Vertreter des internationalen Jugendnetzwerkes von terre des hommes werden an der Klimakonferenz in Durban teilnehmen. Rund 300 junge Menschen aus terre des hommes Projekten in Südafrika diskutieren dort gemeinsam und nehmen an öffentlichkeitswirksamen Aktionen wie einer Strandreinigung, einer Tour zu den giftigen Industriestandorten in Durban sowie dem gemeinsamen Protesttag am 3. Dezember teil. »Diese Beteiligung von Jugendlichen an den Klimaverhandlungen ist zwingend notwendig, denn gerade ihre Zukunftsperspektiven hängen davon ab, ob die Konferenz in Durban ein Erfolg wird«, so Albert Recknagel. Die Erfahrungen der jungen Südafrikaner werden in das internationale terre des hommes-Jugendnetzwerk eingespeist, um eine gemeinsame Vorgehensweise für kommende Verhandlungen zu vereinbaren.

Weitere Informationen: Kampagne für Ökologische Kinderrechte