Umweltzerstörung verletzt Menschenrechte


UN-Menschenrechtsrat erkennt ökologische Dimension der Menschenrechte an

Osnabrück, 26.3.2012 - Das internationale Kinderhilfswerk terre des hommes begrüßt die Entscheidung des UN-Menschenrechtsrates, einen unabhängigen Experten für Menschenrechte und Umwelt zu benennen. Das ist ein großer Schritt auf dem Weg zur internationalen Anerkennung des Rechtes auf eine gesunde Umwelt, betonte Danuta Sacher, Vorstandsvorsitzende von terre des hommes.

Der UN-Menschenrechtsrat ist das zentrale Organ für die weltweite Überwachung der Menschenrechte. Mit der Einführung dieses neuen Experten erkennt der Rat an, dass Umweltzerstörung, wie etwa der Klimawandel, der Einsatz von Pestiziden oder die rücksichtslose Förderung von Rohstoffen gravierende Folgen für die Menschenrechte betroffener Personen hat, so Sacher. Insbesondere Kinder sind von Umweltzerstörung empfindlich betroffen. Der unabhängige UN-Experte wird Menschenrechtsverletzungen durch Umweltzerstörung untersuchen, Leerstellen im bisherigen Schutzsystem benennen, Länderuntersuchungen beantragen und individuelle Beschwerden entgegennehmen.

terre des hommes fordert die Anerkennung des Rechtes auf eine gesunde Umwelt, besonders im Hinblick auf die Rechte der Kinder und der zukünftigen Generationen, mit der Kampagne Kinder haften für ihre Eltern - Genug geredet - ökologische Kinderrechte achten. Ebenfalls fordert das Kinderhilfswerk die Einrichtung von Ombudsstellen für die Rechte künftiger Generationen auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene. Diese Forderung soll vom UN-Nachhaltigkeitsgipfel in Rio de Janeiro im Juni dieses Jahres beschlossen werden.