UN-Agenda 2030 verlangt Politikwechsel für nachhaltige Zukunft künftiger Generationen


UN-Vollversammlung in New York

24.09.2015 – Die neue UN-Agenda 2030, die die UN-Vollversammlung am Wochenende beschließen wird, muss eine Zukunftsagenda für Kinder und zukünftige Generationen sein. »Die 17 Ziele für Globale Nachhaltigkeit sind eng mit grundlegenden Kinderrechten verbunden. Nachhaltige Entwicklung heißt, Kindern und zukünftigen Generationen umfassende Lebenschancen zu erhalten und zu sichern, sie vor Armut, Gewalt und Ausbeutung zu schützen und ihnen Gesundheit und qualitativ hochwertige Bildung zu garantieren«, sagte Danuta Sacher, Vorstandsvorsitzende von terre des hommes. »Nur wenn es nachprüfbare Schritte in diese Richtung gibt, verdient die Nachhaltigkeitsagenda diese Bezeichnung«.  

Anders als die Milleniumsentwicklungsziele nimmt die neue Entwicklungsagenda auch die reichen Nationen in die Pflicht und fordert einen umfassenden Kurswechsel Richtung sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Tragfähigkeit. Daran wird sich Deutschlands Wirtschafts-, Umwelt- und Sozialpolitik künftig messen lassen müssen, auch bezogen auf andere Länder. »Dazu brauchen wir eine Nachhaltigkeitsstrategie in Deutschland, die für die gesamte Regierung und damit für alle Politikfelder verbindlich ist. Um dies zu gewährleisten, muss ein Steuerungs- und Prüfmechanismus entwickelt werden, der im Sinne  zukünftiger Generationen eine Art Nachhaltigkeits- und Menschenrechts-TÜV beinhaltet«, sagte Danuta Sacher.  

Ob die UN-Agenda 2030 die in sie gesetzten Ansprüche erfüllen kann, werde sich  in der politischen Praxis zeigen“, so Danuta Sacher. Erste Prüfsteine seien eine international abgestimmte humanitäre Antwort auf die Flüchtlingssituation im Nahen und Mittleren Osten und in Europa, sowie im Dezember wirkungsvolle Beschlüsse auf der Internationalen Klimakonferenz.