»Zukunft säen« - für die Kinder unserer Erde!


terre des hommes zum Tag der Erde am 22. April

Kinder und Jugendliche bemalen Stoffbanner mit ihrer Botschaft für Rio

Osnabrück, 20. April 2012 – Klimawandel und Umweltschäden bedrohen die Zukunft von Millionen Kindern. Deshalb ruft das Kinderhilfswerk terre des hommes anlässlich des Internationalen Tages der Erde am 22. April zu einer ökologischen Wende auf. »Beim UN-Gipfel für nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro im Juni müssen ernsthaft die Weichen in Richtung Nachhaltigkeit gestellt werden«, erklärte Danuta Sacher, Vorstandsvorsitzende von terre des hommes. »Denn Umweltschutz hat auch eine entscheidende soziale Dimension: Es sind die Kinder in armen Ländern, die am meisten leiden, wenn die Natur zerstört, die Nahrung durch Pestizide vergiftet und das Trinkwasser durch Schwermetalle verschmutzt wird.«

Die Kinderrechte auf Gesundheit und positive Lebensperspektiven sind nur in einer intakten Umwelt zu verwirklichen. Darauf macht der diesjährige Tag der Erde aufmerksam.

Unter dem Motto Zukunft säen für die Kinder unserer Erde finden bundesweit Aktionen statt. »Auf unserer zentralen Veranstaltung in Berlin auf dem Potsdamer Platz werden Aktivisten unserer lokalen Gruppen und Jugendteams großformatige Stoffbanner mit Botschaften an die Bundesregierung für den UN-Gipfel in Rio präsentieren«, so Danuta Sacher. »Dazu zählt auch die Forderung, dass sich Deutschland auf dem Rio-Gipfel für die Schaffung von Ombudsstellen stark macht. Diese Ombudsstellen sollen auf internationaler, nationaler und auch auf kommunaler Ebene dafür sorgen, dass bei politischen Weichenstellungen die Interessen der Kinder heute, aber auch die zukünftiger Generationen berücksichtigt werden.«

Die Aktion Zukunft säen ist Teil der Kampagne Kinder haften für ihre Eltern, mit der terre des hommes sich für ökologische Kinderrechte engagiert. Mit zahlreichen Programmen in Lateinamerika, Asien und Afrika sorgen Projektpartner von terre des hommes dafür, dass Kinder Zugang zu gesunder Nahrung, sauberem Wasser und ärztlicher Versorgung erhalten. In Bolivien lernen Schüler, wie Pflanzen ohne Pestizideinsatz angebaut werden; auf den Philippinen werden einheimische Völker in ihrem Widerstand gegen internationale Konzerne unterstützt, die die Mangrovenwälder abholzen, in Nicaragua erhalten Jugendliche eine Ausbildung als Öko-Agrartechniker.