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Schwerpunkt 2009: Kolumbien und das Projekt »Creciendo Unidos«

Inhaltsverzeichnis
Foto: Beatriz Bermudez

Die UN-Kinderrechtskonvention feiert dieses Jahr ihren 20.Geburtstag. Am 20. November 1989 verabschiedeten die Vereinten Nationen die UN-Kinderrechtskonvention. Seither ist die Konvention über die Rechte des Kindes das meist unterzeichnete Dokument der Welt.

Und dieses Schmuckstück wird nun 20 Jahre!

Auch in Kolumbien, dem Schwerpunkt der diesjährigen Straßenkind-Aktion. Kolumbien steckt seit längerer Zeit in einer tiefen innenpolitischen Krise. Der wirtschaftlichen Stagnation steht die Terrorisierung der Zivilbevölkerung durch Paramilitärs, Guerilla und nationalen Streitkräften gegenüber. Alle Konfliktparteien bekämpfen sich heftig.

Kinder leiden unter der Situation. Sind direkt von ihr betroffen: als Kindersoldaten, als intern Vertriebene, als Kinderarbeiter und als Straßenkinder, die durch den Bürgerkrieg von ihren Eltern getrennt wurden oder geflüchtet sind.

Straßenkinder werden in Kolumbien auch als »gaminas« bezeichnet. es bedeutet »Bengel« und ist ein negativ besetzter Begriff, den Kinder bekommen, wenn sie nicht brav sind. Die Übergänge zwischen Straßenkindern und arbeitenden Kindern sind fließend.

Daher steht mit dem Projekt »Creciendo Unidos« ein Projektpartner im Vordergrund der sich größtenteils um arbeitende Kinder kümmert. Arbeitende Kinder verbringen einen großen Teil ihrer Zeit auf der Straße um Geld für ihr Überleben zu verdienen. Viel der Kinder haben wenig oder keinen Kontakt zu ihrer Familie. Andere wiederum arbeiten tagsüber auf der Straße, gehen aber zum Übernachten zu ihrer Familie.

Foto: terre des hommes

Nicht alle arbeitenden Kinder sind Straßenkinder. Insbesondere in Lateinamerika gibt es viele Kinder, die ihr Recht auf Arbeit einfordern. Und dabei nicht auf den Schulbesuch verzichten wollen und auch zu Hause bei ihrer Familie helfen. Oder gemeinsam mit ihrer Familie auf dem Land arbeiten. Andersherum gilt, dass Straßenkinder in den meisten Fällen arbeitende Kinder sind, die einen großen Teil des Tages damit verbringen, Geld zu verdienen.

Am 20. November gehen nicht nur in Deutschland Kinder auf die Straße. Auch in Bogotà in Kolumbien engagieren sich Jugendliche am gleichen Tag für ihre Rechte: Geplant ist eine Demonstration mit 3.000 Kinder und Jugendlichen. Handeln wir gemeinsam mit Ihnen! Feiern wir das Bestehen der UN-Kinderrechtskonvention und setzen uns gleichzeitig weiter für die Verwirklichung der Kinderrechte ein.

Das Projekt

Creciendo Unidos

In Kolumbien werden Hundertausende Menschen aus ihrer Heimat vertrieben und fliehen in die großen Städte. Vor allem in die Hauptstadt Bogotá. Die Militärausgaben fressen die Sozialetats auf. Entlassungen aus dem Staatsapparat und Firmenpleiten erhöhen die Arbeitslosigkeit. Mit den Erwachsenen versuchen inzwischen auch über 80.000 Kinder vor allem auf den Straßen Bogotás auf eigene Faust ihren Lebensunterhalt zu sichern. Glück hat da noch, wer als Straßenhändler oder Schuhputzer seinen Unterhalt verdient. 3000 unter 18-jährige Mädchen in Bogotá, so Schätzungen, verkaufen ihren Körper.

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