
Ökologische Kinderrechte
Verschmutztes Wasser in der indischen Textilstadt Tirupur, giftige Pestizide beim Reisanbau in Kambodscha oder Dürre in Simbabwe - die weltweite Umweltzerstörung kostet jede Stunde rund 350 Kinder unter fünf Jahren das Leben. Nicht beziffert ist das Leid der überlebenden Kinder, die in Folge von Pestizidvergiftungen behindert geboren werden oder lebenslang an Gesundheitsschäden, wie zum Beispiel Hautinfektionen, leiden. Viele wachsen mit chronischen Atemproblemen oder Bleivergiftungen am Rande von Bergbau und Industrie auf.
Kinder aus armen Verhältnissen leiden besonders an den Folgen der Umweltzerstörung: Sie sind Dürren, verschmutztem Wasser oder verpesteter Luft besonders schutzlos ausgesetzt. Gerade arme Kinder und ihre Familien sind darauf angewiesen, in der Natur das zu finden, was sie zum Überleben brauchen. Jedes Kind hat das Recht, in einer intakten Umwelt aufzuwachsen, ein gesundes Leben zu führen und positive Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Deshalb macht sich terre des hommes stark für ökologische Kinderrechte.
Was macht terre des hommes beim Gipfel Rio+20?
DATEN UND FAKTEN
Kinder haben das Recht in einer intakten Unwelt aufzuwachsen. Für terre des hommes gehen ökologische Kinderrechte aber weiter. ...mehr
FORDERUNGEN UND ZIELE
Internationale Schadstoffgrenzen sind dringend nötig. Hier ist die Politik gefordert, auch die der Bundesregierung. ...mehr
PROJEKTE
Ein Projekt in Nicaragua sichert die Existenz von Jungbauern – und das trotz immer längerer Dürren. Wie das möglich wurde und welche Projekte terre des hommes weltweit unterstützt, lesen Sie hier. ...mehr
WAS SIE TUN KÖNNEN
Ihre Meinung und Ihre künstlerische Ader sind gefragt: terre des hommes bietet bundesweit Aktionen zum Thema ökologische Kinderrechte. ...mehr
MATERIALIEN UND LINKS
Hier finden Sie weitere Informationen, Materialien und Links zum Thema ökologische Kinderrechte. ...mehr
Ihr Ansprechpartner

Jonas Schubert
Referat Kinderrechte
Telefon: 05 41 / 71 01-106
eMail: j.schubert@tdh.de
Zahlen
- Prognosen zufolge wird durch den Klimawandel in den nächsten 40 Jahren die Zahl unterernährter Kinder in Afrika um zehn Millionen steigen.
- Jährlich werden zwischen zwei und drei Millionen Pestizidvergiftungen registriert. Die Zahl der Toten wird auf 20.000 bis 40.000 geschätzt.
- 99 Prozent der Menschen, die an Pestizidvergiftungen sterben, kommen aus Ländern des Südens, obwohl dort nur ein Viertel der weltweit produzierten Pestizide eingesetzt werden.
- Jedes Jahr verlieren etwa 1,5 Millionen Kinder ihr Leben auf Grund von Magen- und Darmerkrankungen. In den meisten Fälle ist die Ursache dafür verunreinigtes Trinkwasser.
- Rund zwei Millionen Kinder unter fünf Jahren sterben jährlich an Atemwegserkrankungen. Über die Hälfte davon sind umweltbedingt, zum Beispiel durch offenes Feuer und Rauch in Innenräumen.
- Im Amazonasbecken werden durch Goldminen jedes Jahr mindestens 130 Tonnen Quecksilber in die Umwelt abgegeben. Der Mensch nimmt Quecksilber beispielsweise über den Verzehr von Fisch auf – in vielen Regionen ein Grundnahrungsmittel. Das führt zu akuten oder chronischen Vergiftungen führt, besonders im Nervensystem eines Fötus.











