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terre des hommes - Durch DZI geprüft und empfohlen

Natursteine

Straßenpflaster, Küchenplatten und Grabsteine
Etwa 60 Prozent der Natursteine, die in Deutschland genutzt werden, kommen aus dem Ausland. Hauptexporteure sind China und Indien. Straßenpflaster, Terrassenbelag, Fliesen, Küchenplatten, Brunnen und Zierfiguren, Grabsteine und Urnen – Natursteine sind ein Thema beim privaten Verbrauch und in der öffentlichen Beschaffung. Insbesondere in Steinbrüchen herrschen schlimmste Arbeitsbedingungen: Kinderarbeit, Hungerlöhne, das Fehlen von Arbeitsschutz und massive Schädigung der Umwelt sind in vielen indischen Steinbrüchen und Weiterverarbeitungsbetrieben an der Tagesordnung. Laut Win=Win, dem Betreiber des Siegels Fairstone, sind in China vor allem mangelnder Arbeitsschutz und Umweltschäden problematisch.


XERTIFIX für Natursteine aus Indien
Seit 2005 zertifiziert der Verein xertifix Natursteine aus Indien. Das Siegel kennzeichnet Steine, die ohne Kinderarbeit und unter Wahrung grundlegender Arbeitsstandards hergestellt werden:

  • Keine Beschäftigung von Kindern im Sinne der ILO Konvention 182 und keine Sklavenarbeiter
  • Zahlung von wenigstens den gesetzlichen Mindestlöhnen an die erwachsenen Arbeiter
  • Sicherstellung grundlegender Arbeitsschutzmaßnahmen
  • Freies Zugangsrecht zu Gewerkschaften
  • Offenlegung der Aufträge gegenüber Xertifix e.V. und Xertifix India im Produktionsland
  • Bereitschaft, den Betrieb jederzeit unangemeldet kontrollieren zu lassen

Xertifix sorgt außerdem dafür, dass betroffene Kinder eine Schulausbildung erhalten. Natursteinhändler in Deutschland, Österreich und der Schweiz führen bereits das Xertifix-Siegel. Eine Händlerliste finden Sie auf der Homepage:
www.xertifix.de


Fairstone
Fairstone für Natursteine aus China, Indien, Vietnam und der Türkei Die Fairstone-Lieferanten verpflichtensich, keine Kinder- und Zwangsarbeit zuzulassen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Fairstone hat einen umfassenden Standard, der Arbeitsrecht, Arbeitsschutz und -sicherheit sowie Umweltaspekte festschreibt. Spätestens nach drei Jahren müssen Steinbrüche und Weiterverarbeitungsbetriebe den Standard erfüllen. Importeure in Europa sind als »Fairstone-Partner« gekennzeichnet. Fairstone ist ein Projekt der Unternehmensberatung Win=Win, die sich auf die Umsetzung von Sozial- und Umweltstandards in Entwicklungs- und Schwellenländern spezialisiert hat. Weitere Informationen und Händlerlisten bekommen Sie hier:
www.fairstone.win--win.de

Zertifikate und ein europäisches Steinsiegel:
Einige Steinbrüche und Weiterverarbeitungsbetriebe sind nach den Standard SA 8000 zertifiziert oder setzen den Standard der Ethical Trading Initiative um. Diese Initiativen vergeben kein Siegel. Ihr Natursteinhändler kann Ihnen allerdings das Zertifikat zeigen oder Sie können auf der Homepage der jeweiligen Organisation nachsehen. Die Produktionsbetriebe, die nach SA 8000 zertifiziert sind, finden Sie hier (nur in englischer Sprache):
www.saasaccreditation.org

Mitglieder der Ethical Trading Initiative (ebenfalls in englischer Sprache):
www.ethicaltrade.org
In Vorbereitung ist das »Sustainable Stone Label« (Siegel für nachhaltig produzierte Steine). Die niederländische Arbeitsgruppe für nachhaltige Steinproduktion strebt ein europäisches Siegel an. Informationen in englischer Sprache: www.duurzamenatuursteen.nl

Weitere Informationen
Indien: Kinder schuften in Steinbrüchen - auch für den deutschen Markt



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Ihre Ansprechpartnerin

Iris Stolz
Referentin Kinderrechte
Telefon: 05 41 / 71 01-132
eMail: i.stolz@tdh.de

 

 

Fair lohnt sich:

  • 1,6 Millionen Kleinbauern und Plantagenarbeiter in 58 Ländern profitieren durch Existenz sichernde Löhne und bessere Arbeitsbedingungen vom Fairen Handel.
  • 15.000 Arbeiterinnen auf Blumenfarmen erhalten bessere Löhne und Sozialleistungen.
  • In der Textilindustrie ist der massenhafte Einsatz von Kindern in Exportbetrieben zurückgedrängt.
  • Die Zahl der Kinder in der Teppichproduktion in Indien und Nepal ist um 90 Prozent gesunken




    Eine häufig gestellte Frage:


In welchen Produkten kann Kinderarbeit stecken?
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