
Vielfalt sichert Ernährung
Wir müssen unsere Sache gut machen, denn wir können nicht einfach verschwinden, wenn etwas schief geht.
Mit diesen Worten erklärt Eliana Apaza Espillico von der terre des hommes-Partnerorganisation Suma Yapu ihre Arbeit in den Landgemeinden am Titikakasee im Süden Perus. Die 39-Jährige engagiert sich seit vielen Jahren für den Erhalt der Aymara-Kultur, zum Beispiel durch die Wiederbelebung traditioneller Anbaumethoden in der Landwirtschaft. Es ist viel Erfahrung und Geduld nötig, um auf über 4.000 Meter Höhe Felder zu bewirtschaften.
Eliana Apaza sitzt auf einer Bank in einem Hinterhof des Kolonialstädtchens Juli. Sie beobachtet Bäuerinnen und Bauern, die eine Vielfalt selbst hergestellter Webereien, Heilpflanzen, Kartoffeln und Quinoa-Saatgut ausstellen. Einer der Bauern ist Don Eustaquio. Er und Eliana Apaza kennen sich seit vielen Jahren. Schon als er sie das erste Mal traf, wuchsen auf seinen Feldern 65 verschiedene Kartoffelsorten, heute sind es 130. Durch diese Vielfalt der Sorten ist er auch bei extremen Klimaverhältnissen gegen Missernten gefeit.
Die Vielfalt der Knolle
Nach einer landwirtschaftlichen, einer handwerklichen Ausbildung und einem Lehrerstudium lebt Eliana Apaza wieder in ihrem Dorf, wo sie selbst ein kleines Stück Acker bewirtschaftet. Vor einigen Jahren gründete sie die Initiative Suma Yapu, um das traditionelle Wissen der Aymara zu bewahren. In Schulen, Dorfversammlungen und Gemeindetreffen erklären sie den Menschen die verschiedenen traditionellen Sorten und Anbaumethoden. Bei den Gemeindebesuchen interessieren sich die Dorfbewohner besonders dafür, wie sie durch Wasserspeicherung und angepasste Saatgutsorten der Trockenheit begegnen können, denen die Pflanzen auch aufgrund des Klimawandels immer häufiger ausgesetzt sind. Dank des Engagements von Eliana Apaza sehen heute wieder viele Bauernfamilien ihre Zukunft in der traditionellen Landwirtschaft, die ihnen die Ernte einer Vielzahl an Nahrungsmitteln ermöglicht. Das sei schließlich mehr wert, so sagt sie, als all die leeren Versprechen der Regierung auf schnellen Wohlstand. Schließlich könne man Geld ja auch nicht essen.
Die Vielfalt entdecken
Eliana Apaza sitzt auf einer Bank in einem Hinterhof des Kolonialstädtchens Juli. Sie schaut auf die Aktivisten eines von ihr initierten Netzwerkes aus Bäuerinnen, Bauern und Lehrerinnen. Auf dem Zementboden liegen Schulmaterialien, selbst hergestellte Webereien, Heilpflanzen, Kartoffeln und Quinoa-Saatgut. Einer der Bauern ist Don Eustaquio. Er und Eliana Apaza kennen sich seit vielen Jahren. Schon als er sie das erste Mal traf, wuchsen auf seinen Feldern 65 verschiedene Kartoffelsorten, heute sind es 130. Diese Vielfalt erlaubt es ihm, auf sehr unterschiedlichen Böden zu pflanzen und zu ernten. Außerdem ist er angesichts der extremen Klimaverhältnissen mit seinen Sorten besser gegen Missernten geschützt.
Eliana Apaza fühlt sich durch Bauern wie Don Eustaquio an ihre Kindheit erinnert: »Wenn ich Don Eustaquio sehe, dann muss ich an meine Großeltern denken, die mich aufgezogen haben, bis ich sechs war. Sie ernteten bunte Berge von Kartoffeln, besaßen viele Lamas und Alpacas.«. Es sei ein ruhiges Leben gewesen. Bis sie in die Schule kam. Heute, nach einer landwirtschaftlichen, einer handwerklichen Ausbildung und einem Lehrerstudium lebt Eliana Apaza wieder in ihrem Dorf, wo sie selbst ein kleines Stück Acker bewirtschaftet.
Traditionelles Wissen bewahren
Vor einigen Jahren gründete sie die Initiative Suma Yapu, um das traditionelle Wissen der Aymara zu bewahren. Seither besucht sie zusammen mit Don Eustaquio oder der Lehrerin Susi Ancco Schulen, Dorfversammlungen und Gemeindetreffen. In der Schule erklären sie den Kindern und Jugendlichen die verschiedenen traditionellen Sorten und Anbaumethoden. Bei den Gemeindebesuchen interessieren sich die Dorfbewohner besonders dafür, wie sie durch Wasserspeicherung und die Nutzung angepassten Saatgutes der Trockenheit begegnen können, denen die Pflanzen auch aufgrund des Klimawandels immer häufiger ausgesetzt sind.
Dank des Engagements von Eliana Apaza sehen heute wieder viele Bauernfamilien ihre Zukunft in der traditionellen Landwirtschaft, die ihnen die Ernte einer Vielzahl an Nahrungsmitteln ermöglicht. Das sei schließlich mehr wert, so sagt sie, als all die leeren Versprechen der Regierung auf schnellen Wohlstand. Schließlich könne man Geld ja auch nicht essen.
Weitere Informationen:
Video über die Arbeit der Organisation Suma Yapu
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Ihr Ansprechpartner

Dr. Frank Garbers
Programmkoordination
Telefon: 05 41 / 71 01-151
eMail: f.garbers@tdh.de






