Forderungen und Ziele

terre des hommes arbeitet gemeinsam mit anderen Organisationen in der »National Coalition für die Umsetzung der UN Kinderrechtskonvention in Deutschland« und im »Forum Menschenrechte«. Im Juni 2011 startete außerdem die Kampagne »Jetzt erst Recht(e) für Flüchtlingskinder«, die von terre des hommes mitinitiiert wurde und von 40 Organisationen getragen wird.

Foto: Gustavo Gutierrez

Forderungen

  • Die Kinderrechtskonvention muss in Deutschland nach der Rücknahme des Vorbehalts im Juli 2010 endlich auch in der Praxis für Flüchtlingskinder gelten. Dafür müssen Gesetze und Regelungen geändert werden.
  • Jedes Kind hat das Recht auf ein Leben in seiner Familie. Daher muss ein Rechtsanspruch auf Familiennachzug geschaffen werden.
  • Flüchtlingskinder müssen altersgerechte und eine ihrem Entwicklungsstand entsprechende Unterstützung (zum Beispiel durch Jugendhilfe) erhalten. Beispielsweise müssen traumatisierte Kinder und Jugendliche Zugang zu therapeutischer Behandlung bekommen.
  • Die Meldepflicht von Flüchtlingskindern muss abgeschafft werden, damit Kinder ohne Angst vor einer Abschiebung den Kindergarten, die Schule oder einen Arzt besuchen können.
  • Kinderspezifische Fluchtgründe (zum Beispiel Rekrutierung als Kindersoldat, Opfer von Kinderhandel, begründete Angst vor sexuellem Missbrauch) müssen als asylrelevant anerkannt werden.
  • Von Abschiebung, Abschiebehaft oder Untersuchungshaft von Minderjährigen ohne Papiere muss völlig abgesehen werden.

Weitere Forderungen finden Sie im Positionspapier »Flüchtlingskinder in Deutschland«, das von 40 Organisationen verabschiedet wurde.