Mitmachaktion: Rote Hände gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten

Macht mit: Am 12. Februar 2016 ist »Red Hand Day«.

Um auf den Missbrauch von Kindern als Soldaten aufmerksam zu machen, findet jährlich am 12. Februar der Red Hand Day statt. Öffentliche Proteste, Demonstrationen und andere Aktivitäten lenken an diesem Tag weltweit die Aufmerksamkeit auf die Situation von Kindersoldaten. Mit Erfolg: In der Vergangenheit haben wir dank Eurer Aktionen zum Beispiel vor den Vereinten Nationen in New York und Genf, im Bundestag, beim Deutschen Bundespräsidenten und beim Bundesaußenminister darauf aufmerksam gemacht, dass es ein Verbrechen ist, wenn Kinder als Soldaten ausgebeutet werden.

Rote Hand-Aktion in Neuss
Rote Hand-Aktion in Neuss

Doch noch immer sind Hunderttausende Kinder weltweit gezwungen mit der Waffe in der Hand zu kämpfen - in Syrien, Indien, Afghanistan, Kolumbien, dem Kongo und vielen anderen Ländern. Oft stammen diese Waffen aus deutscher Produktion, wurden mit Genehmigung unserer Regierung in diese Kriegs- und Krisengebiete geliefert und gelangten dann in die Hände der Kinder und Jugendlichen.

Nach der Kalaschnikow ist das deutsche G3 von Heckler & Koch mit zehn Millionen Exemplaren das am weitesten verbreitete Sturmgewehr der Welt. Es wird oder wurde in mindestens 15 Ländern in Lizenz produziert, heute beispielsweise immer noch in Pakistan, im Iran und der Türkei. In Saudi-Arabien wird außerdem eine Fabrik für das G36-Gewehr gebaut. Allein mit Waffen von Heckler & Koch sterben Schätzungen zufolge mehr als 100 Menschen pro Tag.

Rote Hände gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten
Rote Hände gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten

Im Jahr 2014 wurden sogenannte »Kleinwaffen« im Wert von fast 50 Millionen Euro aus Deutschland exportiert - etwa zehn Mal so viel wie im Jahr 1996. Damit ist Deutschland weiter der zweitgrößte Exporteur von Kleinwaffen, den »Massenvernichtungswaffen des 21. Jahrhunderts« (Ban Ki Moon, UN-Generalsekretär). Fast die Hälfte der deutschen Kleinwaffenexporte ging in sogenannte Drittländer außerhalb von EU und NATO. Viele dieser Länder liegen in Krisengebieten oder sind für massive Menschenrechtsverletzungen bekannt. Die Überflutung von Krisengebieten mit deutschen Waffen muss dringend gestoppt werden, zum Schutze von Kindern und Jugendlichen. Seit 2002 ist geltendes Völkerrecht, dass die Rekrutierung von Kindern und Jugendlichen ein Kriegsverbrechen ist. Seitdem haben Hunderttausende mit der »Aktion Rote Hand« mit fantasievollen Aktionen gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten protestiert. Machen auch Sie mit!

Der Schwerpunkt 2016

Keine Waffen in Kinderhände - Waffenexporte stoppen!

Jetzt mitmachen! Sammeln Sie möglichst viele namentliche rote Handabdrücke und übergeben oder senden Sie diese an Lokalpolitiker, Abgeordnete oder die Parteichefs der Regierungsparteien CDU, CSU und SPD. Und protestieren Sie in Ihrer Stadt mit großen roten, selbstgemachten Händen am oder kurz vor dem Red Hand Day.

Und nicht vergessen: Bitte machen Sie Bilder von der Aktion und laden Sie sie hoch auf www.redhandday.org