Sie sind hier:

29. Oktober: Don Bosco - Hilfe für Straßenkinder

Unser Projektpartner Don Bosco unterhält in der Neun-Millionen-Stadt Bangalore ein großes Auffangzentrum für Straßenkinder. Es besteht aus neun auf die Stadt verteilten Heimen, in denen knapp 500 Straßenkinder für ein bis zwei Jahre leben können. In einem der Häuser, bunt bemalt mit Tieren und Blumen und ausgestattet mit einem großen Spielplatz, treffen wir Bruder George, den Direktor von Don Bosco Bangalore. Er erläutert uns Arbeitsweise und Philosophie der Organisation, die zur Rettung der Kinder ein ganzes Netz von Unterstützern aufgebaut hat. Sie achten auf Kinder, die am Bahnhof allein aus dem Zug steigen, sprechen sie an und bringen sie zu einer der vielen kleinen Kontaktstellen, die Don Bosco an verschiedenen Stellen in der ganzen Stadt aufgebaut hat: am Bahnhof, bei den Markthallen, an zentralen Plätzen - überall dort, wo sich gefährdete Kinder aufhalten könnten.

Schutz für Straßenkinder
Täglich treffen dort 20 bis 25 Kinder am Tag, 600 im Monat, mehr als 7.000 im Jahr ein. Es sind verlassene Kinder, Straßenkinder, ausgesetzte Säuglinge, Müllsammler und andere Kinderarbeiter, missbrauchte Kinder oder Kinder, die alkohol- oder drogensüchtig sind. Sie werden zunächst in das nächstgelegene Heim gebracht und dort medizinisch versorgt. Es wird versucht, die Familien der Kinder aufzuspüren und mit den Eltern zu reden. 80 Prozent der aufgegriffenen Kinder werden so meist noch am gleichen Tag zurück zu ihren Familien gebracht. Ist eine Rückkehr ins Elternhaus nicht möglich, eine weitere Behandlung erforderlich oder sind die Kinder unter 14 Jahre alt, bleiben sie in einem der Heime. Sie werden dort medizinisch und psychologisch betreut, besuchen die Schule, spielen und treiben Sport miteinander, werden so auf ein Leben außerhalb der Institution vorbereitet.

Weg von der Straße in den Beruf
Don Bosco versucht, die jüngeren Kinder in Pflegefamilien zu vermitteln. Eher handwerklich orientierte Jugendliche über 14 Jahren wechseln in eine der Berufsbildungsstätten der Organisation. Allerdings ist es manchmal schwierig, die Kinder zu einer Ausbildung zu motivieren. Am Nachmittag besuchen wir ein Berufsschulinternat von Don Bosco. Hier leben und arbeiten knapp 50 Jungen, die zu Schweißern, Schneidern, Zweirad-Mechanikern, Tischlern, Buchbindern oder Bäckern ausgebildet werden.

Hier endet unser Blog, denn hier endet unsere Rundreise. Morgen geht es dann zurück nach Deutschland.

Zum Seitenanfang

Bleiben Sie doch noch einen Moment –
und abonnieren Sie unseren Newsletter!

Jetzt anmelden!

Bleiben Sie informiert.
Abonnieren Sie unseren Newsletter!

Jetzt anmelden!