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Einladung zur Pressekonferenz

Deutsches Bündnis Kindersoldaten zum »Red Hand Day«

Klares Signal gegen den Einsatz von Kindersoldaten und Waffenexporte in Konfliktländer

Was?
Pressegespräch mit einem ehemaligen Kindersoldaten, dem Schauspieler Dietrich Mattausch und Vertretern des  Deutschen Bündnisses Kindersoldaten
Wann?
»Red Hand Day«: Donnerstag, 12.02.2015, 11:00 Uhr
Wo?
Haus d. Bundespressekonferenz, Schiffbauerdamm 40, Berlin

 

Berlin/Osnabrück, 09.02.2015 - Ob Syrien, Afghanistan, Myanmar, Kolumbien oder Kongo: Überall auf der Welt werden Kinder gezwungen, in kriegerischen Auseinandersetzungen zu kämpfen. Dabei ist es eine eklatante Kindesrechtsverletzung und ein Kriegsverbrechen, wenn Jungen und Mädchen als Kindersoldaten eingesetzt werden. Diese Kinder zu schützen und Waffenexporte in Konfliktländer zu stoppen, sind die zentralen Forderungen des Deutschen Bündnisses Kindersoldaten zum »Red Hand Day« 2015.

 

Wie dramatisch und traumatisch das Leben als Kindersoldat ist, berichtet im Pressegespräch ein heute erwachsener ehemaliger Kindersoldat. In Sierra Leone kämpfte er fünf Jahre lang gegen Rebellentruppen. Später fand er Asyl in Bremen und engagiert sich seitdem gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten und gegen Waffenexporte.

 

Der renommierte Schauspieler Dietrich Mattausch setzt sich schon seit Jahren für die Wahrung der Kinderrechte ein. Er fordert ein klares Signal von Seiten der Politik, Länder nicht länger mit Waffen zu unterstützen, wenn und so lange sie Kinder zu Soldaten machen.

 

Deutschland bleibt drittgrößter Waffenlieferant der Welt mit einem dramatisch hohen Anteil verkaufter Kleinwaffen, auch Kindersoldaten müssen mit deutschen Waffen kämpfen. Ralf Willinger, Kinderrechte-Experte von terre des hommes, wird dazu Stellung beziehen und Zusammenhänge erläutern.

 

Antje Weber, Referentin der Kindernothilfe, richtet den Blick nach Deutschland. Nicht vergleichbar mit dem Schicksal eines Kindersoldaten und doch unverantwortlich ist die Praxis der deutschen Bundeswehr, minderjährige Freiwillige anzuwerben und an der Waffe auszubilden. Sowohl das Bündnis Kindersoldaten als auch der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes fordern die Anhebung des Mindestalters auf 18 Jahre. Nur so kann Deutschland den Vorsitz im Menschenrechtsrat  überzeugend ausüben.

 

 

Für Rückfragen und Interviewwünsche

Antje Weber, Kindesrechtsexpertin der Kindernothilfe, E-Mail: Antje.Weber@knh.de, Telefon: 02 03 / 77 89-180, mobil: 01 57 / 74 78 40 16

Ralf Willinger, Kinderrechtsexperte terre des hommes, E-Mail: r.willinger@tdh.de, Telefon: 05 41 / 71 01-126

 

Weitere Informationen: