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...zum Beispiel in Vietnam

Der Blick der kleinen Su schweift über das große Loch im Strohdach. Nach zwei Stunden Fußweg sitzt sie endlich in ihrer Klasse. Auch die anderen Kinder blicken noch müde auf die Wörter, die der Lehrer gerade an die Tafel schreibt. Vieles können sie nicht verstehen; ihr Lehrer spricht eine andere Sprache als sie. Die Schule ist baufällig: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Strohdach auseinanderfällt.

Das ist Schulalltag in Thanh Hoa, eine der ärmsten Provinzen in Vietnam. In der abgelegenen Bergwelt leben vor allem Angehörige der Hmong und der sogenannten schwarzen Thais, einer ethnischen Minderheit in Vietnam. Was in anderen Regionen Vietnams selbstverständlich ist, sucht man hier vergebens: In den meisten Dörfern existieren nur provisorische Grundschulen, überall fehlen Lehrkräfte. Unterrichtet wird in Vietnamesisch, obwohl die Kinder bei der Einschulung nur die Sprache ihres Volkes kennen. Doch den Kindern von Thanh Hoa soll es besser gehen, so das Ziel der von terre des hommes unterstützten Organisation »DOLISA«.

In der gesamten Region werden neue Schulen gebaut und zusätzliche Lehrinnen und Lehrer ausgebildet. Damit die Mädchen und Jungen in ihrer Muttersprache unterrichtet werden können, wird rund die Hälfte des Lehrpersonals aus der gleichen Region stammen wie die Kinder. Auch die Lehrpläne werden geändert: So sollen die Kinder mehr über die eigene Kultur erfahren und in ihrer ethnischen Identität gestärkt werden.


60 Euro kostet der Schulbesuch für ein Kind pro Jahr

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