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Die Corona-Krise trifft die Ärmsten

Die Ausbreitung des Corona-Virus hat in vielen terre des hommes-Projekten gravierende Folgen. In fast allen Ländern hat sich der Alltag seit dem Frühjahr 2020, als die erste Welle der Pandemie ausbrach, drastisch verändert. Schulen wurden geschlossen, dann wieder geöffnet, inzwischen sind sie in vielen Ländern zumindest zeitweise offen. Die Menschen wissen mittlerweile, wie sie das Ansteckungsrisiko reduzieren können. Doch nützt dies gerade den Ärmsten oft nicht. In den vollen und engen Slums haben die Bewohner*innen keine Möglichkeit, Abstand zu ihren Nachbar*innen in den Hütten links und rechts von ihnen zu halten und sich mit sauberem Wasser zu waschen. In vielen Regionen der Welt macht sich Hunger breit, denn viele Tagelöhner*innen haben keine Arbeit und wissen nicht, wie sie ihre Familien ernähren sollen. Kinder müssen mithelfen und etwas Geld für das Überleben verdienen. Das hat zur Folge, dass viele Kinder nicht mehr in die Schule zurückkehren, und die Zahl arbeitender Kinder steigt. In vielen großen Städten gehen mehr Kinder betteln, auf Plantagen und Farmen arbeiten Schulkinder mit ihren Eltern, auf den Märkten müssen Kinder Gemüse oder Obst verkaufen. Da Schulen und Kinderschutzprogramme geschlossen wurden, nutzen beispielsweise in Indien Geldverleiher*innen die Situation aus, indem sie Kredite an Familien in Not vergeben, die diese mit ihren Kindern in Form von Schuldknechtschaft abarbeiten müssen.

Darüber hinaus sind in vielen Staaten die Gesundheitssysteme nicht in der Lage, größere Zahlen von Kranken zu versorgen. So gibt es zum Beispiel in Brasilien ein modernes Gesundheitssystem und mehr Intensivkrankenhausbetten als in Frankreich und Großbritannien zusammen, doch die armen Bewohner*innen der Favelas und die ohnehin diskriminierte afroamerikanische Bevölkerung können sich medizinische Betreuung nicht leisten.

Für terre des hommes zeigt sich immer deutlicher, wie hart vor allem die Armen von den Folgen der Pandemie betroffen und strukturell benachteiligt sind. »Gerade jetzt müssen wir solidarisch handeln, für uns und für andere Menschen. Besonders die Kinder sind auf unsere Unterstützung angewiesen«, sagt Birte Kötter, Vorstand Kommunikation von terre des hommes.

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