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Südafrika: Ein Corona-Hilfszentrum im Township

Normalerweise tummeln sich im UBUNTU-Zentrum im Township Zwide in Port Elizabeth zahlreiche Kinder von ganz klein bis ganz groß: Es gibt einen Kindergarten, Klassenräume, in denen Mädchen und Jungen bei ihren Hausaufgaben unterstützt werden, und berufsvorbereitende Kurse, in denen Jugendliche zum Beispiel den Umgang mit Computern oder mit Kunden lernen. Sie alle lernen hier, Zukunftspläne zu entwickeln und ihr Leben jenseits von Armut und Gewalt zu gestalten.

»Wir begleiten die Kinder von ihren ersten Schritten bis zu ihren ersten Jobs«, so die Devise von UBUNTU. Der Begriff kommt aus den Bantusprachen der Zulu und Xhosa und bedeutet in etwa »Nächstenliebe«, »Gemeinsinn« oder auch »Ich bin, weil du bist«. Die Bildungsarbeit von UBUNTU kann sich sehen lassen: 73 Prozent der betreuten Kinder bekommen später bezahlte Jobs – und das in einer Region, in der 80 Prozent der 18- bis 35-Jährigen arbeitslos sind.

Aber nicht nur Kinder, auch Schwangere und Kranke kommen ins Zentrum: Es gibt eine Gesundheitsstation, in der sie Rat, Hilfe und Medikamente finden. Vor allem HIV-positive Eltern und Kinder werden regelmäßig medizinisch durchgecheckt und erhalten die notwendige Medizin.

Schon seit 20 Jahren setzt sich UBUNTU für Bildung, Gesundheit und soziale Unterstützung im Township ein. terre des hommes und der Volkswagen-Konzernbetriebsrat unterstützen die Arbeit seit zwölf Jahren.

»Auch wenn die Welt in einer Krise ist – unsere Gemeinschaft hängt immer noch von uns ab.«

Im März dieses Jahres erreichte die Corona-Krise auch Südafrika. UBUNTU musste reagieren, denn Bildung, soziale und medizinische Unterstützung sind mit »social distancing« nicht leicht umzusetzen. UBUNTU tut nun das, was nötig ist:

Weil viele Familien durch die Ausgangsbeschränkungen keinerlei Einkommen mehr haben, werden die Ärmsten unter ihnen mit Lebensmittelpaketen versorgt.

Den Kindern macht insbesondere der Ausfall des Schulunterrichts zu schaffen. UBUNTU bietet deshalb einfachen Online-Unterricht an, an dem man auch mit einem Smartphone teilnehmen kann und der zumindest den Wissensdurst derjenigen befriedigt, die Zugang zum Internet haben.

Die UBUNTU-Gesundheitsstation bleibt weiterhin offen, denn die Non-Profit-Organisation hat sich frühzeitig darum gekümmert, das Personal in Sachen Corona-Vorsichtsmaßnahmen auszubilden und entsprechende Schutz-Ausrüstungen und Hygiene-Artikel zu besorgen. Hier wird jetzt vor allem den etwa 2.000 immungeschwächten Kindern und ihren Familien geholfen. Auch das Personal anderer Gesundheitsstationen im Township wird geschult und ausgerüstet – so können täglich rund 10.000 Menschen trotz Corona medizinisch versorgt werden.

Weil UBUNTU und seine Mitarbeiter*innen »ihren« Township genau kennen, wissen sie auch, welche Kinder in besonders schwierigen Familienverhältnissen leben. Und sie wissen: In Südafrika hat wie überall auf der Welt die häusliche Gewalt unter Corona stark zugenommen. In Zwide werden diese Familien nicht allein gelassen: Die UBUNTU-Mitarbeiter*innen stehen per Telefon und WhatsApp in konstantem Kontakt mit ihnen und führen virtuelle Therapiestunden durch.

Denn wie steht es auf der Website von UBUNTU: »Auch wenn die Welt in einer Krise ist – unsere Gemeinschaft hängt immer noch von uns ab.«

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