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Daten und Fakten

Ein Flüchtling ist laut Genfer Flüchtlingskonvention eine Person, die »...aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann (…).«

Die Genfer Flüchtlingskonvention definiert Flüchtlinge also erst dann als solche, wenn sie eine Staatsgrenze übertreten haben. Menschen, die innerhalb ihres eigenen Landes auf der Flucht sind, werden als »Internally Displaced Persons« (IDP) oder Binnenvertriebene bezeichnet.

Auch die UN-Kinderrechtkonvention geht auf die Rechte von Flüchtlingskindern ein. In Artikel 22 (1) heißt es: »Die Vertragsstaaten treffen geeignete Maßnahmen, um sicherzustellen, dass ein Kind, das die Rechtsstellung eines Flüchtlings begehrt (…) angemessenen Schutz und humanitäre Hilfe bei der Wahrnehmung der Rechte erhält.«

Flüchtlingskinder in Deutschland

Etwa eine Million Flüchtlinge kamen 2015 nach Deutschland, 2016 suchten 280.000 Menschen bei uns Schutz. Etwa 30 Prozent der Flüchtlinge in Deutschland sind Kinder und Jugendliche. Die meisten sind mit ihrer Familie gekommen, aber viele haben sich auch allein auf den Weg gemacht. Derzeit leben in Deutschland etwa 45.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umF) in Jugendhilfeeinrichtungen.

Flüchtlingskinder weltweit
Derzeit befinden sich über 65,3 Millionen Menschen auf der Flucht - außerhalb und innerhalb der Grenzen ihres Heimatlandes. Das ist die höchste Zahl seit dem Zweiten Weltkrieg. Fast die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Hauptgrund für den starken Anstieg der Flüchtlingszahlen ist der Krieg in Syrien: Ende 2015 waren 4,9 Millionen syrische Kinder, Frauen und Männer auf der Flucht außerhalb ihres Heimatlandes, 6,6 Millionen waren Binnenvertriebene innerhalb Syrien.

(Flüchtlingszahlen weltweit).

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