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»Flüchtlingen Zugang nach Europa erleichtern«

Die Internationale Föderation Terre des Hommes appelliert an EU-Kommissarin für Innenpolitik, Cecilia Malmström, sich für die Ausweitung des Flüchtlingsschutzes und den erleichterten Zugang nach Europa einzusetzen. Hintergrund ist der Beschluss der italienischen Regierung, ihr Programm Mare Nostrum an die EU-Agentur Frontex zu übergeben. Dank Mare Nostrum wurden insbesondere nach dem Tod von fast 400 Flüchtlingen vor Lampedusa im Oktober 2013 zahlreiche Menschen aus Nordafrika und Nahost von der italienischen Marine aus Seenot vor dem Ertrinken gerettet.

»Wir appellieren an die Europäische Union, alles zu tun, um das Leben von Flüchtlingen zu retten und ihnen einen sicheren Zugang nach Europa zu ermöglichen«, so Raffale Salinari, Präsident der Internationalen Föderation Terre des Hommes. »Das muss auch der primäre Auftrag von Frontex Plus sein, nicht die Abwehr und Abschreckung der Flüchtlinge. Es ist nötig, endlich humanitäre Korridore für diejenigen zu schaffen, die vor den Kämpfen in Nahost und Libyen geflohen sind und Schutz und Versorgung brauchen.« Neben der Selbstverständlichkeit, die Flüchtlinge nicht ertrinken zu lassen oder ihre hochseeuntauglichen Boote zurück aufs Meer zu drängen, fordert Terre des Hommes eine grundsätzliche Kursänderung der europäischen Flüchtlingspolitik. Gebraucht werden mehr Schutz- und Hilfsangebote für traumatisierte Flüchtlinge und ihre Kinder und eine großzügigere Aufnahme in den Ländern Europas, aber auch politische Initiativen zum Stopp der Gewalt in Nahost und Nordafrika.

Die Internationale Föderation Terre des Hommes setzt sich mit der Kampagne Destination Unknown für den Schutz von Flüchtlingskindern und unbegleiteten Migranten ein.

28.8.2014

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