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Daten und Fakten

Eine gesunde Umwelt ist lebensnotwendig für Kinder

Obwohl sich 193 Staaten mit der Ratifizierung der Kinderrechtskonvention verpflichtet haben, Kindern das Recht auf bestmögliches Gesundheit, sauberes Trinkwasser und ausreichende vollwertige Nahrung zu gewähren, wird Millionen Kindern durch Umweltzerstörung ihre Lebensgrundlage genommen.

Kindliche Immun- und Entgiftungssysteme sind weniger entwickelt und damit anfälliger als die von Erwachsenen. Die Aufnahme von großen Mengen an Schadstoffen kann deshalb bei Kindern bleibende Entwicklungsschäden verursachen: Diese reichen von Verhaltensauffälligkeiten und Lernschwächen bis hin zu Krebs, Vergiftung und Tod. Aufgrund zunehmender Verstädterung und Umweltzerstörung können immer weniger Kinder ihre natürliche Umwelt spielend erleben.

Das »Recht eines jeden Kindes auf dieser Welt in einer intakten Umwelt aufzuwachsen, ein gesundes Leben zu führen und positive Zukunftsperspektiven zu entwickeln« hat bereits die National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland (Dachverband zur Durchsetzung der Kinderrechte) 1998 formuliert. terre des hommes ist Gründungsmitglied der National Coalition, die etwa 100 Organisationen in Deutschland umfasst.

Umweltzerstörung in den Projektregionen

Wenn Natur zerstört und ausgebeutet wird, sind Nahrung und Wasser und damit Gesundheit und Leben von Kindern oft unmittelbar bedroht. Deshalb setzt sich terre des hommes mit der Kampagne »Kinder haften für ihre Eltern: Stoppt Naturzerstörung – Gesunde Umwelt für alle Kinder« für die internationale Stärkung des Rechts der Kinder auf eine gesunde Umwelt ein.

Seit Jahren berichten unsere Projektpartner von zunehmender Umweltzerstörung:

  • In Peru leiden Kleinbauern unter den extremen Wetterbedingungen und der Anfälligkeit des importierten Saatguts. »Wir ernteten mehr Käfer als Kartoffeln«, war die ernüchternde Erkenntnis.
  • Am Fluss Mekong in Südostasien, der sechs Länder durchläuft und für 60 Millionen Menschen Quelle des Lebensunterhalts ist, stellen riesige Staudämme eine erhebliche Gefahr für die Ökosysteme und die Lebensgrundlage von Fischern, Bauern und ihren Familien dar. 
  • In Sambia boomt der Rohstoffabbau. Doch die damit verbundenen Versprechungen erfüllen sich für viele Menschen vor Ort nur selten. Gelder für die Finanzierung von Schulen oder medizinischer Grundversorgung für Kinder bleiben aus. Gleichzeitig werden ganze Regionen durch den Bergbau dauerhaft vergiftet und verwüstet. Damit sind nicht nur die Lebensgrundlagen der betroffenen Menschen langfristig bedroht, sondern direkt und unmittelbar die Gesundheit und das Leben von Kindern.

Kinder lernen, die Natur zu schützen

terre des hommes hilft gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen weltweit dabei, dass die betroffenen Menschen sich für ihre Rechte organisieren und ihre Anliegen gegenüber der Politik vorbringen können. Gleichzeitig werden Projekte unterstützt, die den Familien ermöglichen, nachhaltig zu leben und zu wirtschaften. Kinder wirken aktiv mit und lernen, wie wichtig es ist, die Natur zu schützen. In vielen Fällen sind sie bereits Vorreiter in ihren Familien und Gemeinden beim bewussteren Umgang mit der Natur. 

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