»Keine Zukunft ohne Gerechtigkeit«

Civil Society Reflection Group stellt Bericht in Rio vor

Die Reflection Group, ein Zusammenschluss von 18 Vertreterinnen und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen hat am 16. Juni 2012 bei einem offiziellen Side Event während des Rio-Gipfels ihren Bericht »Keine Zukunft ohne Gerechtigkeit« vorgestellt.

Exemplarisch für alle Beteiligten der Gruppe saßen fünf internationale Vertreter auf dem Podium: Danuta Sacher, Vorstandvorsitzende von terre des hommes Deutschland, Barbara Adams vom Gobal Policy Forum Europe, Chee Yoke Ling, vom Third World Network, Alejandro Chanona Burguete von der Autonomen Universität in Mexiko and Victoira Tauli-Corpus von der Tebtebba Foundation. Die Reflection Group versteht sich als Teil eines kollektiven Nachdenkens.

Anlass für den Bericht waren das Zusammentreffen verschiedener Krisen: der Hunger-, Finanz- und Umweltkrise. Die Reflection Group stellte in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen die Frage: »Wie kann ein zukünftiges Entwicklungsmodell aussehen, wenn vor dem Hintergrund dieser Krisen nicht nur der Süden, sondern auch der Norden vor großen Problemen stehen, zum Beispiel, was die zunehmende soziale Ungleichheit betrifft?«

Die rund 80 Besucher dieses Side Events kamen von Regierungsdelegationen und Nichtregierungsorganisationen und verfolgten die Ausführungen der Sprecherinnen und Sprecher auf dem Podium. Danuta Sacher hob den Aspekt der Menschenrechte hervor: »Menschenrechte müssen der Ausgangspunkt zukünftiger Entwicklungsziele sein. Es kann nicht sein, dass wir sagen: Nur noch jeder zweite Mensch soll sterben, wie es in den Millenniumsentwicklungszielen formuliert ist. Wir fordern die Verwirklichung der Menschenrechte für jeden Einzelnen ein.«

Barbara Adams vom Global Policy Forum Europe hielt fest, dass in den vergangenen 20 Jahren auf internationaler Ebene ein Sog nach unten zu beobachten sei, der komplexen Kernfragen ausweiche.

Die Reflection Group fordert neue Indikatoren für Wachstum, Wohlstand und Entwicklung, die die herkömmlichen Zielgrößen wie das Bruttoninlandsprodukt ablösen. Respekt vor den Grenzen der Natur, stabile Finanzsysteme und demokratische Regierungsführung seien Element eines neuen Leitbildes, so der Bericht.

Der vollständige Bericht ist in der Serie Development Dialogue (Development Dialogue Nr. 59/Juni 2012) der Dag Hammarskjöld Foundation in Zusammenarbeit mit Social Watch, Third World Network, Development Alternatives with Women for a New Era (DAWN), der Friedrich-Ebert-Stiftung, Global Policy Forum und terre des hommes veröffentlicht. Der Bericht (in englischer Sprache) steht zum kostenlosen Download zur Verfügung. (Download des Berichts)

Mitglieder der Civil Society Reflection Group on Global Development Perspectives:
Alejandro Chanona Burguete (UNAM, Mexiko), Barbara Adams (Global Policy Forum Europe, USA), Beryl d'Almeida (ABC, Zimbabwe), Chee Yoke Ling (Third World Network, China), Danuta Sacher (terre des hommes, Deutschland), Ernst Ulrich von Weizsäcker (International Resource Panel, Deutschland), Filomeno Santa Ana III (Action for Economic Reform, Philippinen), George Chira (terre des hommes, Indien), Josefa 'Gigi' Francisco (Development Alternatives with Women for the New Era, Philippinen), Henning Melber (Dag Hammarskjöld Foundation, Schweden), Hubert Schillinger (Friedrich-Ebert-Stiftung, Deutschland), Jorge Ishizawa (PRATEC, Peru), Dasho Karma Ura (Centre for Bhutan Studies, Bhutan), Roberto Bissio (Social Watch, Uruguay), Victoria Tauli-Corpuz (Tebtebba Foundation, Philippinen), Yao Graham (Third World Network Africa, Ghana), Jens Martens (Coordinator, Global Policy Forum Europe, Deutschland), Wolfgang Obenland (Assistant Coordinator, Global Policy Forum Europe, Deutschland).

Für weitere Informationen: Reflection Group on Global Development Perspectives

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