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Forderungen und Ziele

Biologische Vielfalt bewahren

Um die biologische Vielfalt zu wahren und Kindern ein gesundes Aufwachsen in einer intakten Umwelt zu ermöglichen, sind international vereinbart Umweltstandards und Schadstoffgrenzen unverzichtbar.

Von der Bundesregierung fordert terre des hommes, sich auf dem UN-Gipfel für nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro im Juni 2012 für die Rechte von Kindern und kommenden Generationen auf eine sichere, gesunde und intakte Umwelt einzusetzen. Hierzu soll die Bundesregierung eine Ombudsperson ernennen, die unabhängig von kurzfristigen Wirtschaftsinteressen auch das Wohl zukünftiger Generationen vertritt.

Kulturelle Selbstbestimmung fördern

In den traditionellen indigenen Gemeinschaften treffen Kinder in der Schule auf eine europäische Unterrichtssprache sowie auf europäische Werte. Die Schulbücher entstammen einer städtischen Welt, die mit keinem Wort auf die Umwelt und den Wissensschatz der ländlichen Bevölkerung eingeht. Das Ergebnis dieser Erziehung sind Entfremdung und Identitätsprobleme. Die Kinder schämen sich ihrer Muttersprache und bäuerlichen Herkunft. Die älteren Gemeindemitglieder empfinden Schule als Angriff auf ihre Werte und kulturelle Identität.

Um die eigene Kultur bewahren zu können, muss deshalb ein Umdenken stattfinden. Der Grundschulunterricht muss in der Muttersprache stattfinden, der Stundenplan einen Bezug zur Lebensumwelt der Schüler haben und ihnen die alten Traditionen näherbringen.

Um dies zu erreichen, unterstützt terre des hommes Projekte, die es ethnischen Minderheiten ermöglichen, ihre Kultur zu leben und ihre Sprache, ihre Wissensschätze und ihre Lebensweisheiten an ihre Kinder weiterzugeben. Ökologisches und landwirtschaftliches Wissen bleibt erhalten, Traditionen werden aufgewertet und gegen die Entwürdigung durch sogenannte »Modernisierer« geschützt.

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