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Kinderarbeit in der Thai Shrimp-Industrie

Sklaverei auf Fischerbooten, Zerstörung von Ökosystemen, Überfischung, Schuldknechtschaft und Kinderarbeit in Garnelen verarbeitenden Betrieben — die Skandale um die thailändische Fischerei- und Shrimp-Industrie erschüttern seit vielen Monaten die internationale Öffentlichkeit. Denn die Garnelen, die mittels extremer Ausbeutung von Mensch und Natur gezüchtet und verarbeitet werden, landen auf Tellern rund um den Globus. Die einstige Delikatesse ist heute überall billig zu haben. Aber wie hoch ist der Preis wirklich? Und wer muss ihn bezahlen?

terre des hommes hat anlässlich des Welttags gegen ausbeuterische Kinderarbeit am 12. Juni einen Report veröffentlicht, der den Blick auf die Mädchen und Jungen lenkt, die täglich über zehn Stunden lang Garnelen für den Weltmarkt schälen. Friedel Hütz-Adams, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Ökonomie und Ökumene in Bonn, hat Studien, Statistiken, Veröffentlichungen in internationalen Medien und eine aktuelle von terre des hommes in Auftrag gegebene Fallstudie aus dem Zentrum der thailändischen Garnelenindustrie, Samut Sakhon, studiert und die Ergebnisse zusammengetragen. Die Studie schließt mit Empfehlungen an die thailändische Regierung, an global agierende Unternehmen und an europäische Regierungen: Was muss getan werden, um die Situation der Migrantenkinder in der thailändischen Garnelenindustrie zu verbessern?

  • Report on Migrant Children & Child Labourers and Seafood Processing in Thailand's Fishing Industry (PDF-Dokument)
  • Film zur Situation von Kindern in der Thai Shrimp-Industrie (Film, 5 Min.)