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Report: Armutszeugnis 2010

Bilanz und Perspektiven der Millenniumsentwicklungsziele

Zehn Jahre sind vergangen, seit die Staats- und Regierungschefs im Jahr 2000 die Millenniumerklärung der Vereinten Nationen verabschiedeten. Sie enthält unter anderem ein Set von international vereinbarten Entwicklungszielen, die in der Folge als Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) zum Leitmotiv der internationalen Entwicklungspolitik avancierten. Fünf Jahre vor dem Zieljahr 2015 steht eine letzte große Zwischenbilanz an. Was wurde bei der Verwirklichung der Ziele bisher erreicht, wo gab es Fehlschläge und Rückschritte? Welche Auswirkungen hat die globale Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Verwirklichung der MDGs? Was müssen Regierungen und internationale Organisationen tun, um den Zielen bis zum Jahr 2015 möglichst nahe zu kommen? Und wie geht es nach dem Jahr 2015 mit den MDGs weiter?

Diese Fragen stehen im Zentrum des vorliegenden Reports. Im ersten Teil gibt er einen kurzen Überblick über die Geschichte der MDGs und ordnet sie in den entwicklungspolitischen Diskurs der vergangenen Jahrzehnte ein. Im zweiten Teil zieht der Report auf Grundlage der aktuellsten Zahlen eine differenzierte Zwischenbilanz der MDG-Umsetzung und dokumentiert Empfehlungen der Zivilgesellschaft für die entwicklungspolitische Agenda der Jahre bis 2015. Im dritten Teil blickt der Report über die MDGs hinaus. Er diskutiert Optionen für die Weiterentwicklung der Ziele und beschreibt aktuelle Vorschläge für alternative Entwicklungsmodelle und Wohlstandsindikatoren, die dazu beitragen, den engen Fokus der MDGs auf Armutsbekämpfung und soziale Entwicklung zu erweitern.

Die Autoren plädieren schließlich dafür, sich in der Entwicklungspolitik auf ganzheitlichere Ansätze nachhaltiger Entwicklung (zurück-) zu besinnen. Der Report schlägt damit auch die Brücke zwischen dem MDG-Prozess und dem Diskurs über nachhaltige Entwicklung, der im Vorfeld des Rio+20-Gipfels 2012 an neuer Dynamik gewinnen wird.

Herausgegeben von terre des hommes und Global Policy Forum Europe, September 2010

Der Report kann bei terre des hommes bestellt werden (Schutzgebühr € 5,00)

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