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Die zweite Weltkonferenz für Entwicklungsfinanzierung in Doha

Erwartungen und Forderungen aus Entwicklungspolitik und Zivilgesellschaft

Trotz einiger Fortschritte bei der quantitativen und qualitativen Steigerung der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit bleibt noch viel zu tun, um die zur Finanzierung der internationalen Entwicklungsziele, einschließlich der Millenniumsentwicklungsziele (MDG), nötigen Finanzmittel in ausreichendem Umfang zu mobilisieren. Die Regierungen der EU haben zwar einen Stufenplan zur Erhöhung der öffentlichen Entwicklungshilfe (Official Development Aid - ODA) auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) bis zum Jahr 2015 vereinbart, die Realisierung ist aber noch lange nicht sichergestellt - auch nicht in Deutschland. Zudem zeichnen sich neue Herausforderungen in der Entwicklungsfinanzierung ab, auf die gemeinsame Antworten gefunden werden müssen. Dazu gehören neben der fortgesetzten Krise der internationalen Finanzmärkte, der rasante Anstieg der Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel und die damit ausgelöste Ernährungskrise, ebenso wie die zusätzlichen Kosten des globalen Klimawandels in Entwicklungsländern.

Neue Impulse in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit wurden daher von der Nachfolgekonferenz zur ersten Internationalen Konferenz über Entwicklungsfinanzierung (Monterrey 2002) erwartet. Sie fand vom 29. November bis 2. Dezember 2008 in Doha, der Hauptstadt des arabischen Emirats Katar, stattfinden. Das Themenspektrum deckte neben der klassischen Frage nach der Erhöhung der ODA-Leistungen des Nordens, die Mobilisierung einheimischer Ressourcen in den Ländern des Südens, die Rolle von Auslandsinvestitionen und internationalem Handel bis zu Fragen weiterer Schuldenerlasse und der Reform der internationalen Finanzarchitektur ab. Die Konferenz sollte daher nicht nur den Monterrey-Konsens von 2002 bestätigen, sondern auch und vor allem die bisherigen Defizite bei der Umsetzung der Beschlüsse benennen und die notwendigen nächsten Schritte zur quantitativen und qualitativen Steigerung der Mittel für Armutsbekämpfung und Entwicklung beschließen. Dies ist auch eine Herausforderung für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit.

Der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO), das Global Policy Forum Europe und terre des hommes nahmen die bevorstehende Doha-Konferenz zum Anlass, um am 20. Juni 2008 ein Fachgespräch zur Entwicklungsfinanzierung durchzuführen, dessen Inhalte in dieser Publikation dokumentiert sind. Das Fachgespräch sollte dazu beitragen, Informationen über die Kosten der Verwirklichung der globalen Entwicklungsziele, den notwendigen Finanzierungsbedarf, die Finanzierungslücken und den politischen Handlungsbedarf zu ermitteln.

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