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Daten und Fakten

Definition

Straßenkinder sind nach einer Definition des Fachlexikons der sozialen Arbeit »minderjährige Jugendliche, die sich weitgehend und dauerhaft abgewendet haben von gesellschaftlich vorgesehenen Sozialisationsinstanzen, sich im Wesentlichen, meist zusammen mit anderen Jugendlichen, am Lebensmittelpunkt öffentlicher Raum als einzigem aktuellen Sozialisationsort orientieren und mit ihrem Handeln gegen gesellschaftlich anerkannte Normalzustände verstoßen.«

Straßenkinder sind Kinder, für die die Straße der Lebensmittelpunkt ist, wo sie die meiste Zeit des Tages – in der Regel zum Geldverdienen, aber auch in Banden oder Cliquen – verbringen.

Dazu zählen Kinder, die jeglichen Kontakt zur Familie abgebrochen haben und dauerhaft auf der Straße leben. Als Straßenkinder gelten auch Kinder, die gemeinsam mit ihrer ebenfalls obdachlosen Familie auf der Straße leben.

Allerdings ist der Übergang häufig fließend, etwa bei Kindern, die nur zum Schlafen nach Hause gehen. Gemeinsam haben alle, dass sie den größten Teil des Tages auf der Straße verbringen. Die meisten von ihnen leiden Hunger, gehen nicht zur Schule und bekommen keinerlei medizinische Versorgung.

Aktuelle Situation

Schätzungen zufolge ist die Straße für weltweit rund 100 Millionen Kinder der Lebensmittelpunkt. Es zieht sie vor allem in große Städte, wie Mumbai, Rio de Janeiro und Johannesburg.

Die Datenlage ist schwierig, da nur wenige Straßenkinder eine Geburtsurkunde haben und die Zahlen jahreszeitlich schwanken.

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