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SOKOLA-Schule für das Leben der Orang Rimba, Indonesien

Das Projekt wurde von 2005 bis 2013 in vier Projektphasen mit insgesamt 159.607 Euro unterstützt. Der Projektpartner ist die Organisation SOKOLA.

Das Ziel

3.500 überwiegend nomadische und des Lesens und Schreibens nicht mächtige Menschen vom Volk der Orang Rimba leben noch in den Regenwäldern Sumatras. Sowohl ihre Kultur als auch der Naturschutzpark, in dem sie leben, sind durch externe Wirtschaftsinteressen und exportorientierte Plantagen bedroht, die sich immer weiter ausbreiten. Mit dem schulischen Bildungsprogramm sollen unter den Orang Rimba  junge Führungspersönlichkeiten geschult und qualifiziert werden, die mit den Behörden und ausländischen Firmenvertretern in der Region Kontakt aufnehmen können. Ziel ist es, die Natur und damit die Lebensgrundlage der Orang Rimba zu schützen und zu verteidigen und ihnen so eine Zukunft zu ermöglichen.

Was erreicht wurde

Insgesamt 110 Jungen haben eine schulische Grundbildung erhalten. Fünf von ihnen nehmen inzwischen Leitungsfunktionen in der Selbsthilfeorganisation war und unterrichten in ihren Herkunftsgemeinden. Einige von ihnen sind auch in der Rechtsvertretung der Gemeinden aktiv. Die Schüler unterrichten auch die Erwachsenen und helfen ihnen, damit sie zum Beispiel bei Verkäufen auf Märkten nicht betrogen werden. Aufgrund des offensichtlichen Nutzens des Gelernten für die Gemeinden hat SOKOLA beschlossen, ab 2014 auch Mädchen zu unterrichten.

Es gibt kein festes schulisches Curriculum, sondern der Unterricht ist konkret an die jeweils zu lösenden Probleme angepasst. Die Lehrerinnen und Lehrer sind Freiwillige, die von SOKOLA angeworben werden. SOKOLA ist gut strukturiert, allerdings sehr stark abhängig von der starken Persönlichkeit der Gründerin. Für die Nachhaltigkeit des Projektes ist es entscheidend, dass neue Führungspersönlichkeiten künftig integriert werden können. Die Voraussetzungen sind gut, da SOKOLA als Fachorganisation für eine eigene Erziehung der indigenen Völker anerkannt und auch von staatlichen Stellen um Rat gefragt wird.

Empfehlungen und Perspektiven

Grundbildung allein wird nicht ausreichen, um angesichts von Umweltzerstörung und wirtschaftlicher Expansion internationaler Konzerne in der Region die Interessen der Gemeinden nach außen zu vertreten. Deshalb werden verstärkte Anstrengungen empfohlen, schnell weitere Schulabsolventen in das Projekt einzubinden. Konzeptionell steht die Entscheidung an, ob SOKOLA sich als kleine Organisation selbst in den Dialog und gegebenenfalls die Konfrontation mit Behörden und Konzernen begeben kann und will.

Technische Daten

Die Abschlussevaluierung der Gutachter Stefanie Steinebach und Saleh Abdullah erfolgte auf der Basis von Leitfaden- und Fragebögen-Interviews bei allen Beteiligten, d.h. sowohl den Kindern als auch im Umfeld von SOKOLA. Ein Schwerpunkt lag neben der Analyse von Leistungen und Ergebnissen des Projektes in der Beurteilung der internen Struktur der Partnerorganisation.

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