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Nordsyrien: Bündnis Entwicklung Hilft warnt vor einer Zuspitzung der humanitären Lage durch türkische Bodenoffensive

"Die Lage in Nordsyrien ist chaotisch. Die Menschen fliehen aus den Städten. Die Angriffe kommen völlig willkürlich und versetzen die Einwohner in Angst und Panik", berichtet Anita Starosta (medico international) von den Gesprächen mit lokalen Helfern und Menschenrechtlern aus den betroffenen Gebieten. Diese schätzen, dass bisher schon zehntausende Menschen auf der Flucht sind.

Die meisten Geflüchteten stammten aus Grenzstädten und suchten Schutz in den südlicher liegenden Gebieten Syriens. Nach Einschätzung von Misereor-Partnern ist zu erwarten, dass viele Menschen versuchen werden, nach Aleppo zu fliehen. Der Weg dorthin ist allerdings versperrt und wird stark kontrolliert. Die Aufnahme der vielen Tausend Menschen verunsichert die Bevölkerung und schürt zusätzliche Ängste.

Das Bündnis Entwicklung Hilft befürchtet, angesichts der Angriffe auf zivile Infrastruktur und Bevölkerungszentren, eine weitere massive Fluchtbewegung in den Nordirak. Dort werden dann sowohl Unterbringungsmöglichkeiten als auch Nahrung und medizinische Versorgung benötigt. Die bisherigen finanziellen Mittel der Hilfsorganisationen werden dafür nicht reichen.

"Noch kann das Schlimmste verhindert werden. Der UN-Sicherheitsrat muss jetzt alles tun, um diesen Krieg zu stoppen und eine humanitäre Katastrophe zu verhindern", sagt Anita Starosta von medico international.

Das Bündnis Entwicklung Hilft ist ein Zusammenschluss der Nichtregierungsorganisationen Brot für die Welt, Christoffel-Blindenmission, DAHW, Kindernothilfe, medico international, Misereor, Plan International, terre des hommes und Welthungerhilfe sowie der assoziierten Mitglieder German Doctors und Oxfam, die akute und langfristige Hilfe bei Katastrophen und in Krisengebieten leisten.

Weitere Infos: entwicklung-hilft.de/informieren/

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